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Elektromotoren Solarfahrzeug mit „Herz aus Stahl“ macht den Antrieb effizienter

| Redakteur: Stefanie Michel

Studierende der Hochschule Bochum haben ihr mit Elektroband von Thyssen-Krupp Steel Europe ausgestattete Fahrzeug „Powercore Sun-Cruiser“ vorgestellt. Der Motor dieses alltagstauglichen Solarautos wurde mit Elektroband hergestellt und ist damit hoch effizient.

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Dank des Einsatzes von Elektroband besitzt der Radnabenmotor des Solar-Car eine hohe Leistungsdichte.
Dank des Einsatzes von Elektroband besitzt der Radnabenmotor des Solar-Car eine hohe Leistungsdichte.
(Bild: Thyssen-Krupp)

Das solarbetriebene Hightech-Auto „Powercore Sun-Cruiser“ sieht beinahe aus wie ein gängiger Pkw, bietet bis zu drei Personen Platz und verfügt sogar über einen Kofferraum. Das in dieser Form weltweit einmalige Fahrzeug wird seine Bewährungsprobe auf einer internationalen Solarcar-Rallye im Oktober in Australien bestehen.

Der Motor des Solarautos ist erstmals mit Elektroband von Thyssen-Krupp Steel Europe und Thyssen-Krupp Electrical Steel (Standort Gelsenkirchen) hergestellt worden. Bei dem Material handelt es sich um einen speziellen weichmagnetischen Stahl, der vor allem in Motoren zur effizienten Energieübertragung eingesetzt wird. Thyssen-Krupp ist einer der führenden Hersteller dieses Werkstoffs für hoch effiziente Elektromotoren.

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Radnabenmotor mit Elektroband überträgt Energie auf die Reifen

Der Radnabenmotor des Solar-Car ist in die beiden Vorderräder eingebaut und überträgt die Energie direkt auf die Reifen. Große Übertragungsverluste fallen dabei weg. „Bisher haben wir im Antrieb kein Elektroband eingesetzt. Will man aber eine höhere Leistung erzielen, ist dies notwendig“, erklärt Stefan Spychalski, der das Solar-Car-Projekt an der Bochumer Hochschule seit gut zehn Jahren begleitet. So fiel die Entscheidung auf Elektroband von Thyssen-Krupp. Es bietet viele Vorteile: Der hochwertige, weichmagnetische Werkstoff sorgt zum einen dafür, dass der Strombedarf niedrig ist, zum anderen, dass der magnetische Fluss gezielt vonstatten geht – so werden eine hohe Leistungsdichte und höchstmögliches Drehmoment im Motor erreicht.

„Wir waren von dem Projekt und dem Engagement der Studierenden sofort begeistert“, so Marco Tietz, Leitung Anwendungstechnik nicht kornorientiertes Elektroband im Bochumer Werk. „Uns war klar: Diesen Motor wollen wir mitentwickeln.“

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