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Euroblech 2014 SP-Servosystem vereint Presse und Bimeric-Plattform

| Autor / Redakteur: Lisa Ramer / Stéphane Itasse

Bihler bringt eine Maschinenkombination aus Servopresse SP 500 und Bimeric-Plattform auf den Markt, die durch das durchgängige Bauteilhandling gegenüber der sequenziellen Baugruppenfertigung überzeugt, wie der Anbieter mitteilt.

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Eine Maschinenkombination aus Servopresse SP 500 und Bimeric-Plattform bietet das Servoproduktions- und Montagesystem Bimeric SP.
Eine Maschinenkombination aus Servopresse SP 500 und Bimeric-Plattform bietet das Servoproduktions- und Montagesystem Bimeric SP.
(Bild: Bihler )

Laut Bihler hat der Kunde den Vorteil, dass die von der SP 500 mit 500 kN im Folgeverbundwerkzeug gefertigten Stanzbiegeteile ohne Zwischenarbeitsgänge direkt am Trägerstreifen auf der Bimeric zu fertigen Baugruppen weiterverarbeitet und montiert werden. Viele Prozesse können deshalb von der Presse ausgelagert werden, zum Beispiel Kontaktschweißen, Gewinde formen und Schrauben fügen. Wegen des durchgehenden Bauteilhandlings soll die Prozesskette gestrafft und vereinfacht werden. Das spart Kosten für die Logistik und die Folgemaschinen. Zudem kann eine hohe Qualität der gefertigten Baugruppen sicher gestellt werden. Auf der Bimeric SP können verschiedene Baugruppen gefertigt werden. Der Anwender kann mit nur geringem Rüstaufwand auch kleine und mittlere Losgrößen produzieren.

Keine Neuprogrammierung der Werte bei Werkzeugwechsel notwendig

Bestehende oder neue Folgeverbund-Werkzeuge lassen sich dank frei programmierbarer Verstellung des Hubs zwischen 15 und 63 mm und der Hublage von 0 auf 60 mm jederzeit in die SP 500 integrieren. Um dies programmieren zu können, braucht der Anwender die Werte der Hublänge, des Vorschubs und Öffnungsmaßes in U.T. Eine Neuprogrammierung nach einem Werkzeugwechsel ist nicht nötig, da die Werte im Werkzeugprogramm gespeichert und automatisch eingestellt werden. Der Direktantrieb über einen hochdynamischen Torque-Motor ist optimal geeignet für flexible Bewegungsabläufe im Umformprozess. Mit den Werkzeugwechselsysteme sind kürzeste Umrüstzeiten möglich. Die Servopresse lässt sich auf bis zu 76 Bewegungen erweitern. Bewegungsrichtungen lassen sich von allen Seiten realisieren.

Für Betriebssicherheit sorgen verschiedene Sensorsysteme. Eine Eintauchtiefen-Regelung gewährleistet einen sicheren Stanzprozess und regelt die Lage des U.T. über den gesamten Drehzahlbereich bis maximal 400 min–1. Die Erfassung und Überwachung von unterschiedlichen messtechnischen Größen wie Temperatur, Kraft, Weg und Vibration können Schäden an Presse und Werkzeug vermieden werden. Die Werte sind mit hinterlegten Grenzwerten und -kurven verknüpft.

Auch mit Servopresse SP 800 kombinierbar

Neben der SP 500 kann Bimeric auch mit der Servopresse SP 800 kombiniert werden. Diese bietet bei einer Nennkraft von 800 kN einen Drehzahlbereich bis maximal 200 min–1. Die SP 800 besitzt einen Festhub mit 30 mm und eine Hublagenverstellung von – 8 mm vom U.T. aus. Bis zu 160 mm breites Bandmaterial lässt sich auf der Servopresse bearbeiten, auf der SP 500 bis zu einer Breite von 250 mm.

Für eine einfache Bedienung sorgt die maßgeschneiderte Menüführung der Maschinen- und Prozesssteuerung Varicontrol VC 1. Umrüstvorgänge lassen sich damit per Knopfdruck durchführen. Alle Maschinenfunktionen sowie die Achsanzahl und -bewegung lassen sich ohne externe Programmiergeräte an der Steuerung konfigurieren. Das integrierte multimediale Diagnose und Online-Hilfesystem Bassist unterstützt Bediener zum Beispiel mit Videos und erlaubt, Prozesse einfach zu optimieren. Auf der Euroblech 2014 stellt Bihler in Halle 27 aus.

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