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Oberflächentechnik Stabiler Korrosionsschutz durch innovative Schnittkantenbearbeitung

| Autor / Redakteur: Peter Springfeld / Dietmar Kuhn

Der Grundsatz des Malerhandwerks, nach dem die Qualität der Behandlung des Untergrunds das Maß der Lackhaftung bestimmt, gilt uneingeschränkt auch für den Korrosionsschutz von Stahlblechteilen. Die Beachtung dieser Gesetzmäßigkeit fordert von der Blech verarbeitenden Industrie einen zusätzlichen Aufwand, der sich jedoch relativiert, wenn man die Folgen eines unsachgemäßen Korrosionsschutzes mit auf die Waage legt.

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Die Qualität der Behandlung des Untergrunds bestimmt das Maß der Lackhaftung beim Korrosionsschutz von Stahlblechteilen. Bild: Kuhn
Die Qualität der Behandlung des Untergrunds bestimmt das Maß der Lackhaftung beim Korrosionsschutz von Stahlblechteilen. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei der Stahlblechbearbeitung setzen viele Unternehmen auf die Vorzüge höchster Genauigkeiten und kleinster Schnittfugen durch das Laserschneiden. Bekanntermaßen entstehen beim Laserschneiden von Stahlblechen mit Sauerstoff Oxidschichten, die eine stabile Verbindung zwischen Metall und Korrosionsschutzmittel verhindern. Das Bad Wurzacher Unternehmen Liss-mac Maschinenbau GmbH bietet den Blechbearbeitern unterschiedliche Maschinen, die entsprechend den Wünschen der Anwender verschiedene Blechbearbeitungstechnologien realisieren.

Stahlbearbeitungsmaschinen sorgen für beschichtungsgerechte Oberflächen

Die SBM-Stahlbearbeitungsmaschinen gibt es in den Baugrößen M, L und XL. Die Baureihenbezeichnung gibt darüber hinaus Auskunft über die installierten Bearbeitungsaggregate. Bei der M-Baureihe sind dies zwei Bearbeitungsaggregate oben und zwei unten. Die L-Baureihe besitzt je drei und die XL-Reihe je vier. Dieses innovative Konstruktionsprinzip ermöglicht es, in einem Durchgang auf beiden Blechseiten sowohl auf den Außen- wie auf den Innenkanten beschichtungsgerechte Oberflächen zu erzeugen.

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Bei den Lissmac-Blechbearbeitungsmaschinen stehen vier Werkzeugtypen zur Auswahl: B steht für die Ausstattung der Maschine mit gegenläufig arbeitenden Bürstenriemeneinheiten zur Entfernung von Oxidschichten als erste Stufe der Blechkantenbearbeitung. Mit Schleiflamellenaggregaten, die die Bezeichnung S tragen, lassen sich die Kanten verrunden. Maschinen, die mit Schleifbandaggregaten (G) ausgerüstet sind, befreien das Blech von Schneidspritzern und starken Graten an den Schneidkanten. Eine weitere Variante der M-Baureihe ist die Ausstattungsmöglichkeit mit einem Schlackenentfernungsmudul, D genannt.

Entsprechend der Konfiguration der Lissmac-Maschinen mit diesen Aggregaten kann der Anwender die Intensität seiner Blechbearbeitung ganz nach seinen Wünschen realisieren. Um die Wirksamkeit der Blechbearbeitung nachzuweisen, führte das Bad Wurzacher Unternehmen unterschiedliche Belastungstests an lackierten Blechen durch.

Eine verrundete Lackoberfläche bietet einen guten Schutz der Oberfläche

Untersucht wurde ein pulverbeschichtetes 6 mm dickes Stahlblech nach der Aushärtung des etwa 70 µm dick aufgetragenen RAL 9010. Zu den Tests standen jeweils ein unbearbeitetes Versuchsmuster zur Verfügung, ein Versuchsmuster, bei dem mit einer SBM-M B2 die Oxidschicht entfernt wurde, sowie ein Muster, bei dem zusätzlich zur Oxidschichtentfernung eine Kantenverrundung mit einer SBM-M S2 erfolgte.

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