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Flachhonen Stähli stellt neues Maschinenkonzept für leichtere Automation vor

Redakteur: Stéphane Itasse

Um die Bearbeitungsgeschwindigkeit von Durchlaufschleifmaschinen mit der Qualität eines Doppelseitigen Planetenkinematik-Flachhonprozesses zu kombinieren und die Bearbeitung noch zu automatisieren, hat Stähli das FH3-Maschinenkonzept entwickelt. Zu sehen ist es auf der Messe EMO Hannover vom 18. bis 23. September 2017.

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Die neue FH3-Maschine zum automatisierten Flachhonen stellt Stähli auf der EMO Hannover 2017 vor.
Die neue FH3-Maschine zum automatisierten Flachhonen stellt Stähli auf der EMO Hannover 2017 vor.
(Bild: Stähli)

Die Planetenkinematik, bekannt von den Zweischeiben-Flachhonmaschinen der Serie DLM des Herstellers Stähli, ermöglicht geringe Streuungswerte sowie hohe Parallelität und Ebenheit. Zusammen mit der In-Prozess-Messung erzeugt der Kunde im Batchverfahren hochgenaue, doppelseitig bearbeitete Werkstücke.

Werkstücke in Läuferscheiben

Die Werkstücke werden dazu in verzahnte Läuferscheiben eingelegt, welche zwischen dem Innen- und Außenstiftkranz, wie in einem Planetengetriebe abwälzen. Oben und unten wird dabei gleichzeitig großflächig mit einer Honscheibe (CBN oder Diamant in Kunstharz-, Keramik- oder Metallbindung) Material abgetragen. Der Begriff Flachhonen (auch Feinschleifen genannt) beschreibt dabei einerseits den beim Honen entstehenden Kreuzschliff, andererseits die tieferen Schnittmeter gegenüber klassischen Schleifanwendungen. Es können alle Materialien von Kunststoff über Nichteisen-Metalle, Stahl und Keramik bearbeitet werden.

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Stähli verbessert die Automatisierbarkeit des Flachhon- respektive Feinschleifprozesses mit dem FH3-Konzept nach eigenen Angaben massiv. Waren früher große Grundflächen und komplexe, maßgefertigte Handlingsysteme für sechs bis zwölf Läuferscheiben außerhalb einer Zweischeiben-Maschine nötig, kann nun mit einfacheren Automationszellen direkt in und aus der zweiten Unterscheiben-Baugruppe beladen werden. Die Läuferscheiben verbleiben auf der Arbeitsscheibe, nur die Werkstücke werden durch die Automation ausgetauscht. Wenn der Bearbeitungszyklus in der Maschine und das Bestücken der Schablonen außerhalb der Maschine erledigt ist, schwenkt der Unterbau mit den zwei Flachhonscheiben sowie Stiftkränzen und Läuferscheiben in wenigen Sekunden um 180°. Mit einer entsprechend ausgelegten Automation sind damit auch hochgerechnete Stückzahlen von bis zu 3600 pro Stunde oder 1 s pro Werkstück, in Mikrometer-genauen Toleranzen möglich. Automationszellen können über Stähli oder von Automationspartnern des Kunden bezogen werden.

Flachhonen automatisiert

Neben der einfachen Automatisierbarkeit zeichnet die FH3-Maschinen der stabile Grundaufbau, optimierte Vibrationsdämpfung, drehmomentstarke Antriebe, die In-Prozess-Messung, sowie die Bedienoberfläche aus.

Stähli Läpp Technik auf der EMO Hannover 2017: Halle 11, Stand E62

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