Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung Stahl- und Metallverarbeiter blicken zuversichtlich in die Zukunft

Redakteur: Dietmar Kuhn

Düsseldorf (dk) – Das dritte Quartal 2007 war für die rund 4600 Unternehmen der deutschen Stahl- und Metallverarbeitung erneut sehr erfolgreich. So wuchs die Produktion der Branche gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,4%. Parallel ist der Auftragseingang von Januar bis September um 9,6% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gewachsen.

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Dabei hat sich im dritten Quartal die Inlandsnachfrage als stabilisierendes Element erwiesen (+ 6,4% gegenüber dem Vorjahresquartal), während die Auslandsnachfrage im gleichen Zeitraum lediglich um 4,4% gewachsen ist. Auch die Zahlen für Oktober 2007 belegten diese Tendenz. Im Vergleich zum Oktober 2006 wuchs die Inlandsnachfrage um 10,9% und die Auslandsnachfrage um 9,2%.

Andreas Möhlenkamp, Hauptgeschäftsführer des WSM (Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung): „Die Oktoberzahlen waren überraschend gut, da die Wachstumsraten in den vergangenen Monaten sich wieder auf normalem Niveau eingependelt hatten. Dieser erneute Sprung beweist aber, dass die Branche insgesamt sehr gesund dasteht.“

Das zeigen auch die Beschäftigungszahlen: Von September 2006 bis September 2007 haben die Unternehmen der deutschen Stahl- und Metallverarbeitung 24000 neue Jobs geschaffen – ein Plus von 6%. Das sei „ein klares Bekenntnis des industriellen Mittelstands zum Standort Deutschland“, so Möhlenkamp.

Stahl- und Metallverarbeiter erwartet weiteres Wachstum

2008 steht nach den Prognosen des Verbands im Zeichen eines weiteren gesunden Wachstums, auch wenn die externen Effekte auf das Wachstumspotenzial der deutschen Stahl- und Metallverarbeitung aller Voraussicht nach noch einmal zunehmen.

Ölpreisentwicklung, Stahlpreise, Energiekosten, Wechselkurse, Weltkonjunktur – all diese Faktoren können Einfluss auf die Wachstumsdynamik der Stahl- und Metallverarbeiter haben. Möhlenkamp berichtet: „Das Jahr 2007 hat sicherlich nach oben ausgeschlagen. Unsere Unternehmen haben die gute Konjunkturlage genutzt und eine stabile Basis für die Zukunft geschaffen.“

Mit einer erwarteten Produktionssteigerung von rund 4% in 2008 erreicht die Branche nach Einschätzung des Verbands daher immer noch eine Wachstumsrate, die über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre liegt. Nach wie vor bewegt sich die Branche allerdings in einem schwierigen Umfeld. Steigende Kosten und hoher Preisdruck belasten die Unternehmensergebnisse bisweilen stark.

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