Suchen

WSM Stahl- und Metallverarbeiter erwarten bis zu 4% Wachstum

| Redakteur: Stéphane Itasse

Für 2012 erwarten die deutschen Stahl- und Metallverarbeiter laut Mitteilung des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), Düsseldorf, ein Produktionsplus von 3 bis 4%. Damit wird die Branche eine Beruhigung des Wachstums auf hohem Niveau verzeichnen – eine aus Verbandssicht normale Konjunkturentwicklung.

Firmen zum Thema

Für die deutschen Stahl- und Metallverarbeiter soll es 2012 weiter aufwärts gehen, aber nicht mehr so schnell. (Bild: Stahl-Online)
Für die deutschen Stahl- und Metallverarbeiter soll es 2012 weiter aufwärts gehen, aber nicht mehr so schnell. (Bild: Stahl-Online)

Das vergangene Jahr würden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich mit einem Produktionsplus von 12% abschließen. Damit erwirtschafteten die 5000 Firmen der Branche dann einen Jahresumsatz von rund 80 Mrd. Euro. Getragen werde die gute Nachfrage vor allem durch die Kunden aus der Automobil- und Baubranche.

November 2011 bringt Stahl- und Metallverarbeitern 12,6% Wachstum

Im November 2011 habe die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland 12,6% über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Unternehmen konnten ihre Lieferungen auf dem guten Niveau des Vormonats stabilisieren und damit im Vergleich zum November 2010 um 6,5% verbessern.

Bildergalerie

Dabei lag das Auslandsgeschäft 5% über dem Vorjahresmonat, die inländischen Lieferungen bei +7,1%. Die Auftragseingänge lagen aus dem Inland 4,1% niedriger als im November 2010, die Auslandsaufträge um 4,3%. In den ersten zehn Monaten 2011 haben die Stahl- und Metallverarbeiter 18.600 neue Mitarbeiter eingestellt, heißt es.

Unsicherheiten an Finanzmärkten belasten Stimmung der Stahl- und Metallverarbeiter

Die Stimmung der Unternehmen sei geprägt durch die Unsicherheiten in den Finanzmärkten und der Euro-Zone. Risiken lägen zudem in der schwächeren Konjunktur der asiatischen Exportmärkte. Dennoch habe sich das Stimmungsbarometer der Branche zuletzt nicht weiter eingetrübt, im Gegenteil: Die Einschätzung der Geschäftslage habe sich im November sogar verbessert und die Erwartungen für die weitere Entwicklung hätten sich seit September stabilisiert.

Chancen sähen die Unternehmen in der zunehmenden Internationalisierung ihrer Kunden. Aber auch die zunehmende Mobilität und Urbanisierung sowie der Ausbau der Infrastruktur bieten weiterhin vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Produkte der Stahl- und Metallverarbeitung, wie der WSM berichtet.

Kritisch hingegen sähen viele Firmen die volatilen Stahlpreise und steigenden Energiekosten. Die Wirtschaft brauche verlässliche politische Rahmenbedingungen. So müssten die Strompreissteigerungen für die mittelständische Industrie in Deutschland begrenzt werden. Hier fordert der Verband eine Energiepolitik aus einer Hand, die den Mittelstand besser als bisher berücksichtige.

(ID:31293450)