Konjunktur Stahl- und Metallverarbeiter holen auf – wenn auch zäh

Quelle: WSM

Mit „angezogener Bremse“ als Einschränkung bezeichnet der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) die momentane Aufholjagd. Damit der Reifen nicht platze, müsse die Politik schieben.

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Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) bewertet die aktuelle Situation der Branche. Demnach geht es mehr oder weniger aufwärts. Näheres im nebenstehenden Beitrag.
Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) bewertet die aktuelle Situation der Branche. Demnach geht es mehr oder weniger aufwärts. Näheres im nebenstehenden Beitrag.
(Bild: WSM)

Die mittelständischen Industrien sehen einen Lichtschimmer am Horizont – mehr aber auch nicht, so die Meinung der Experten vom WSM zur aktuellen Situation in der Stahl- und Metallverarbeitungsbranche. Als Grundlage für diese Ansicht dienten die neuesten Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Denn diese offenbaren beim Produktionswachstum für 2021 zwar ein Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zu 2020, aber auch ein Minus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr.

Material- und Teileversorgung bestimmen Erfolg

Im letzten Jahr haben bekanntlich vor allem Materialengpässe das Produktionswachstum gestoppt. Laut WSM hätten Auftragslage und Kapazitätsauslastung sonst ein größeres Plus verzeichnet. Ob, wann und wie sich die Lieferketten in 2022 entspannen, ist aber noch unklar. Immerhin: Die Automobilhersteller zeigen sich für die zweite Jahreshälfte optimistisch, wenn auch mit Vorsicht. Dieser Silberstreif am Horizont hebe die Prognose der entsprechenden Zulieferer für die nächsten sechs Monate um 4 Prozent an. Wenn sich die Material- und Teileversorgung stabilisiert, glaubt der WSM, könnte für 2022 sogar ein Produktionszuwachs von rund 7 Prozent drin sein.

Gegenwind durch Kostenexplosion und Klimaschutz

Das Glimmen am Horizont werde allerdings schwächer, wenn die Politik die Unternehmen im Stich ließe. Denn am Zuliefererhimmel sind längst neue Wolkenfelder aufgezogen, die sich aus extrem ansteigende Vormaterial-, Energie- und Logistikkosten zusammenballen, gibt der WSM zu bedenken. Hinzu kommt die Forderung nach einer schnellen Transformation zur CO₂-neutralen Produktion, die außerdem Zeit und Ressourcen kostet. Auch wenn die Konjunktur sich positiv entwickle, würden diese Zusatzbelastungen ohne politische Hilfe für die meist mittelständisch aufgestellten Unternehmen zum konjunkturellen Hemmschuh.

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