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Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung

Stahl- und Metallverarbeiter konnten 2010 um 18% wachsen

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„Die marktmächtigen Kunden unserer Unternehmen – vor allem aus der Automobilindustrie – üben von der anderen Seite der Lieferkette Druck auf die Preise aus und beharren auf längeren Preisbindungen“, berichtet Schädlich. So laufen die Preisbindungsfristen auf Lieferanten- und Kundenseite zeitlich immer stärker auseinander.

Mittelständische Stahlverarbeiter geraten in die Zange

Die mittelständischen Stahlverarbeiter haben dann das Risiko schwankender Rohstoffpreise alleine zu tragen und gehen erhebliche finanzielle Risiken ein. Hinzu kommt: Durch die Finanzkrise bleibt die Liquidität in der Branche angespannt.

Weiter verschärft wird die Lage durch die in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie. Seit November 2010 sind am Spotmarkt die Preise für Kokskohle um zirka 65%, für Schrott um zirka 30% und für Eisenerz um knapp 20% gestiegen. „Momentan spüren wir die Volatilität an den Rohstoffmärkten mit Wucht. Die Preisausschläge werden in kürzeren Zyklen immer stärker und sind immer weniger vorhersehbar“, sagt der WSM-Präsident.

Stahlpreiserhöhungen treiben die Kosten deutlich nach oben

Für das zweite Quartal 2011 sind bereits Stahlpreiserhöhungen von bis zu 150 Euro/t angekündigt, nachdem im Januar 2011 bereits Erhöhungen im dreistelligen Bereich zu verkraften waren. Am Spotmarkt sind die Preise für das Referenzprodukt Warmbreitband seit Ende 2010 um zirka 30% gestiegen. Für ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 50000 t Stahl können so Mehrkosten von 10 bis 15 Mio. Euro alleine in diesem Jahr entstehen.

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