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Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung

Stahl- und Metallverarbeiter wieder auf Kurs

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Die Stahl- und Metallverarbeiter in Deutschland berappeln sich wieder. Verglichen mit dem extrem schlechten Jahr 2009 steigt die Produktion, das Niveau des guten Jahres 2008 ist aber noch weit entfernt. Derweil schwächt sich das Wachstum wieder ab, wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) am Dienstag mitteilt.

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Wieder da: Die Stahl- und Metallverarbeiter haben die Krise hinter sich gelassen. Bild: Stahl-Online
Wieder da: Die Stahl- und Metallverarbeiter haben die Krise hinter sich gelassen. Bild: Stahl-Online
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Produktion liegt nach den ersten sieben Monaten 18% über dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres, allerdings immer noch etwa 20% unter dem Vergleichswert des Vorkrisenjahres 2008. Die Auftragseingänge haben um rund 40% zugelegt. Im Juli hat die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen.

Stahl- und Metallverarbeiter mit hohem Auftragseingang

Trotzdem stellten die Unternehmen wieder Personal ein, die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter legte im Vergleich zum Vormonat um knapp 2000 zu. Die Zuversicht der Unternehmer steigt angesichts des weiterhin hohen Auftragseingangs.

Im weiteren Jahresverlauf wird sich das Produktionswachstum zwar basisbedingt abschwächen. Die Verstetigung des Aufschwungs führt den WSM jedoch zu einer Wachstumsprognose von 12% für das Jahr 2010, sollten konjunkturelle Rückschläge weiterhin ausbleiben.

Stahl- und Metallverarbeiter wollen gestiegene Rohstoffkosten weitergeben

Für die mittelständischen Stahl- und Metallverarbeiter kommt es jetzt entscheidend darauf an, gestiegene Rohstoffkosten an die Kunden weiterreichen zu können, heißt es. Hinzu kommt, dass die Preisschwankungen zunehmen.

Die Branche arbeitet in einer Sandwichposition zwischen marktmächtigen Lieferanten und Kunden. Der WSM hat sich bereits dafür ausgesprochen, dass die Schwankungen bereits beim Rohstoffeinkauf abgefangen werden.

Verband der Stahl- und Metallverarbeiter warnt vor politischen Belastungen

Zusätzliche politische Belastungen, wie sie im Bereich der Energiepolitik diskutiert werden, gefährden die Wachstumsdynamik, warnt der Verband. Nicht nur die steigenden Energiesteuern würden die Unternehmen überfordern, sondern vor allem der Anstieg der Umlage für erneuerbare Energieträger (EEG). Hinzu komme: In der Krise seien die Arbeitskräfte mit Hilfe der Kurzarbeit unter hohen Kostenbelastungen gehalten worden. Diese Kosten müssten nun im Aufschwung kompensiert werden.

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