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Salzgítter Stahl- und Technologiekonzern erzielt erstmals mehr als 10 Mrd. Euro Umsatz

| Redakteur: Jürgen Schreier

Salzgitter (js) – Der Salzgitter-Konzern setzte im Geschäftsjahr 2007 eine neue Rekordmarke für den Konzernumsatz und übertraf das schon herausragende operative Ergebnis des Vorjahres nochmals deutlich. Zu dieser Entwicklung trug neben der anhaltenden guten Marktsituation für Walzstahlprodukte und Röhren auch die konsequente Umsetzung weiterer Schritte der Wachstumsstrategie bei, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

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Der Konzern-Außenumsatz stieg um 21 % auf 10,19 Mrd. Euro an (2006: 8,45 Mrd. Euro). Die erstmalige Konsolidierung der zu Beginn des zweiten Halbjahres erworbenen Klöckner-Werke AG im neuen Unternehmensbereich Technologie sowie weiterer Gesellschaften im Röhrenbereich steuerte hierzu 665 Mio. Euro bei. Mit 1314 Mio. Euro Gewinn vor Steuern (EBT) wurde das operative Ergebnis des Jahres 2006 als relevante Vergleichsbasis deutlich überschritten (operatives EBT 2006: 948 Mio. Euro; gesamtes EBT 2006: 1855 Mio. Euro EBT inklusive des nicht-operativen Gewinns von 907 Mio. Euro aus dem Verkauf der Vallourec-Beteiligung). Auch das in neuer Auflage fortgeführte konzernweite Ergebnisverbesserungsprogramm leistete hierzu einen Beitrag.

Infolge der guten Beschäftigung der stahlverarbeitenden Branchen wuchs die Stahlnachfrage im Jahr 2007 weiter. Der Gesamtumsatz des Unternehmensbereichs Stahl legte um 617 Mio. Euro auf 3967 Mio. Euro zu (2006: 3350 Mio. Euro). Vor allem wegen höherer durchschnittlicher Erlöse stiegen die Umsätze der großen Stahlgesellschaften signifikant an. Der Stahlbereich erwirtschaftete mit 749,4 Mio. Euro Vorsteuergewinn ein, wie es heißt, „herausragendes Resultat“ und übertraf den Vorjahreswert von 433,8 Mio. Euro um 73%.

Unternehmensbereich Röhren profitierte von der guten Lage am Stahlrohrmarkt

Die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Röhren profitierten auch in 2007 von der guten Lage des Stahlrohrmarktes. Wesentlicher Treiber war die anhaltend kräftige Rohrnachfrage der Öl- und Gasindustrie sowie des internationalen Kraftwerksbaus. Der Umsatz der Division Röhren erhöhte sich um 409 Mio. Euro auf 2604 Mio. Euro (2006: 2.195 Mio. Euro), wozu vor allem die Großrohraktivitäten, aber auch die neu hinzugekommenen Präzisrohrgesellschaften beitrugen. Mit 302,5 Mio. Euro Vorsteuergewinn wurde der Vorjahreswert (262,9 Mio. Euro) erheblich übertroffen. Unter Ausklammerung des im 1. Halbjahr 2006 noch enthaltenen Ergebnisbeitrags von Vallourec (73,0 Mio. Euro) sowie der Resultate der neuen Präzisrohrgesellschaften (7,9 Mio. Euro) im 2. Halbjahr 2007 ergab sich für den Unternehmensbereich Röhren ein vergleichbarer Gewinnanstieg um 104,7 Mio. Euro.

Der Umsatz des neuen Unternehmensbereiches Technologie – im Wesentlichen die Mehrheitsbeteiligung am Klöckner-Werke-Konzern umfassend – erreichte im 2. Halbjahr 2007 „erfreuliche“ 566 Mio. Euro. Den wesentlichen Beitrag hierzu leistete das Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik. Das operative Ergebnis betrug 18,0 Mio. Euro vor Steuern. Unter Berücksichtigung von Einmaleffekten aus der gemäß IFRS-Rechnungslegungsvorschriften obligatorischen Kaufpreisallokation (-14,0 Mio. Euro) ergaben sich 4 Mio. Euro Gewinn vor Steuern.

Der auf dem Halbzeuggeschäft mit Tochtergesellschaften sowie Konzernfremden basierende Umsatz des Bereichs Sonstiges wuchs im Berichtszeitraum mengen- und preisbedingt auf 441 Mio. Euro an (2006: 327 Mio. Euro).

Start ins neue Geschäftsjahr verlief zufriedenstellend

Insgesamt habe sich der Start in das neue Geschäftsjahr durchaus zufriedenstellend und damit weitaus besser vollzogen, als dies noch vor einigen Wochen von zahlreichen Teilnehmern an den Kapitalmärkten erwartet wurde, so der Bericht. So vermeldet der Flachstahlsektor im Unternehmensbereich Stahl nach einer temporären, im Herbst 2007 einsetzenden Schwäche nunmehr eine kräftige Erholung der Auftragseingänge und Absatzpreise.

In den Bereichen Profile und Grobblech setzte sich die lebhafte Geschäftstätigkeit bei verbesserten Erlösen fort. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Kosten für Erze und weitere Einsatzstoffe sowie für Kohle und andere Energieträger im Lauf des Jahres 2008 spürbar steigen, so dass der Stahlbereich für 2008 von einem nochmals herausragenden, aber gegenüber 2007 verminderten Gewinn ausgeht.

Der Unternehmensbereich Röhren prognostiziert auch für 2008 eine dynamische Entwicklung der relevanten Märkte. Zugleich wird die ganzjährige Einbeziehung der neuen Präzisrohrgesellschaften einen positiven Effekt zeitigen. In Anbetracht der bereits gut gefüllten Auftragsbücher ist ausgehend vom 1. Quartal 2008 mit einer hohen Auslastung in nahezu allen Werken zu rechnen. Damit dürfte sich das Ergebnis auf einem ähnlich guten Niveau wie im Vorjahr bewegen.

Für 2008 wird ein nennenswertes Wachstum des Konzerns angestrebt

Ausgehend von einer insgesamt zuversichtlichen Einschätzung der Stahl-, Röhren- und Maschinenbaukonjunktur sowie unter Berücksichtigung aktueller Geschäftsdaten der ersten Monate 2008 beurteilt der Salzgitter-Vorstand die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns wie folgt: „Im Geschäftsjahr 2008 streben wir ein nennenswertes Wachstum des Konzerns an, das zu mehr als 50% aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung von Gesellschaften der Klöckner-Gruppe in unseren neuen Unternehmensbereich Technologie resultiert. Damit verbunden erwarten wir einen anspruchsvollen operativen Gewinn vor Steuern im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, der sich in der Größenordnung der operativen Resultate der Geschäftsjahre 2005 (803 Mio. Euro EBT) und 2006 (948 Mio. Euro EBT) bewegen könnte.“

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