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Stahlmarkt

Stahlkonjunktur hat sich wieder stabilisiert

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die Stahlkonjunktur hat sich wieder stabilisiert. Nach dem starken Orderrückgang im vierten Quartal 2011 haben Stahlhändler und -verarbeiter ihre Lagerbestände wieder aufgefüllt. Das teilt die Wirtschaftsvereinigung Stahl anlässlich der Hannover-Messe 2012 mit.

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Nach dem Orderrückgang im vierten Quartal 2011 füllen sich wieder die Lagerbestände der Verarbeiter. „Die Stahlproduktion bewegt sich weiter auf Vorjahresniveau“, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Nach dem Orderrückgang im vierten Quartal 2011 füllen sich wieder die Lagerbestände der Verarbeiter. „Die Stahlproduktion bewegt sich weiter auf Vorjahresniveau“, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
( Bild: Kraus )

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, sieht in dem starken Lagerabbau zu Jahresende auch kein Anzeichen einer wiederkehrenden Krise, vielmehr sei es ein Auslaufen eines lagerzyklischen Impulses gewesen: „Die hohen Lagerbestände aus den Boomjahren wurden auf das normale Niveau gebracht“, sagte der Branchenexperte auf der Hannover-Messe 2012 und erwartet für das laufende Jahr „eine solide Stahlkonjunktur“.

Stahl-Produktion wird sich 2012 auf Vorjahreshöhe bewegen

Die Verbandsprognose, die für 2012 von 44 Mio. t Rohstahl-Produktion in Deutschland ausgeht, bleibe bestehen. Dabei stützt sich Kerkhoff auf die robuste Verfassung der deutschen Verarbeiter: „Wir gehen unverändert davon aus, dass sich die Produktion auf Vorjahreshöhe bewegen wird.“

2011 wurden 44,3 Mio. t Stahl von den deutschen Stahl-Herstellern produziert. Die Auftragslage hat sich wieder aufgehellt, sodass der Auftragsbestand in der Stahl-Branche seit September 2011 um 14 % zugenommen hat. Die Folge ist eine Ausweitung der Rohstahl-Produktion.

Dieser Produktionszuwachs bei Stahl verläuft nun in einer Phase, in der sich die Rohstoffmärkte ruhiger entwickeln

und laut Kerkhoff „weniger volatil sein dürften als 2011“. So steckt für den Stahlmarkt-Experten im Anstieg der Kapazitätsauslastung auf über 85% viel Nachhaltigkeit: Im März waren die deutschen Stahlwerke erstmals seit Juni 2011 wieder mit über 90 % ausgelastet. Dennoch kam die Stahl-Branche an das Ergebnis des Vorjahresquartals nicht heran. Im ersten Quartal 2011 hatten die Verarbeiter kräftig eingekauft. Grund dafür waren die damals stark gestiegenen Rohstoffpreise. Sie werden, sagt Kerkhoff, „in den kommenden Monaten auf einem erhöhten Level“ bleiben.

Nur in Deutschland hat die Nachfrage nach Stahl angezogen

Mehr Sorgen bereitet dem Stahlmarkt-Experten derzeit jedoch der europäische Wettbewerb. „Mit Ausnahme von Deutschland hat in bislang keinem anderen EU-Land die Stahlnachfrage wieder zum Niveau des Jahres 2006 zurückgefunden.“

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