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Trumpf Stanzmaschine wächst mit ihren Aufgaben

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Mit der Tru Punch 1000 hat Trumpf eine Stanzmaschine für das Einstiegssegment entwickelt, die Schritt für Schritt zur Kombimaschine ausgebaut werden kann, wie das Unternehmen mitteilt. Das Ergebnis dieser Evolution wird im Oktober auf der Euroblech gezeigt. Die Tru Matic 1000 fiber, eine mit vielen Neuentwicklungen ausgestattete Lasermaschine, die Löcher stanzt, Laschen biegt und Gewinde formt.

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Mit einem Laser-Schneidkopf, einer Laserabsaugung und Strahlschutz wird die Tru Punch 1000 zu einer Tru Matic 1000 fiber.
Mit einem Laser-Schneidkopf, einer Laserabsaugung und Strahlschutz wird die Tru Punch 1000 zu einer Tru Matic 1000 fiber.
(Bild: Trumpf)

Eine Stanzmaschine, die mit dem Geschäftsvolumen mitwächst und dazu günstig, kompakt und automatisierbar ist, so lauteten nach Unternehmensangaben die Wünsche vieler Trumpfkunden. Mit der Tru Punch 1000 präsentiert das Ditzinger Unternehmen auf der diesjährigen Euroblech eine kompakte Einstiegsmaschine, die Blechfertiger entsprechend der eigenen Geschäftsentwicklung zur ebenfalls äußerst platzsparenden Stanz-Laser-Maschine Tru Matic 1000 fiber ausbauen können.

Metamorphose mit Tru Disk Festkörperlaser mit 3 kW

Damit bietet die funktionserweiterbare Tru Punch 1000 den idealen Einstieg in die professionelle Stanzbearbeitung, heißt es weiter. Sie bearbeitet nach Unternehmensangaben Blechdicken bis 6,4 mm mit bis 600 Hüben pro Minute und ist dabei ein Raumwunder: Mit einer Aufstellfläche von gerade einmal 6,5 x 4,9 m ist die Tru Punch 1000 als Stand-Alone-Maschine rund 15 % kompakter als das Vorgängermodell. Thomas Herberger, Geschäftsführer Herberger Metallwaren GmbH+Co. KG und Truppf-Testkunde erklärt: „Unsere Raumkapazitäten sind begrenzt. Mit der kompakten Tru Punch 1000, die jetzt in einem Bereich steht, wo früher eine Tru Matic 200 gearbeitet hat, können wir jetzt erstmals auch Mittelformate ohne Nachsetzen bearbeiten, was die Fertigungsprozesse deutlich flotter macht.“

Will ein Blechfertiger zu einem späteren Zeitpunkt von der höheren herstellbaren Teilevielfalt der Kombitechnik profitieren, muss er sich nun keine zweite Maschine anschaffen: Dank des neuartigen modularen Baukastensystems kann er die Tru Punch1000 nachträglich mit einem Laserschneidsystem, einer Absaugung und einem Strahlschutz ausstatten.

Durch die Anbindung eines Tru Disk Festkörperlasers mit 3 kW wird aus der Stanzmaschine Tru Punch 1000 eine Stanz-Laser-Maschine. Diese Konfiguration entspricht exakt der des zweiten Newcomers bei Trumpf: der Tru Matic 1000 fiber. Mit dieser Maschine bietet das Unternehmen erstmals eine Kombimaschine im Einstiegssegment an und erleichtert Kunden so den Umstieg von der reinen 2D-Laserarbeitung auf die Stanz-Laser-Technologie. Ist bereits ein Tru Disk Festkörperlaser vorhanden, kann er die Tru Matic 1000 fiber auch über das Lasernetzwerk betreiben.

Der fliegende Stanzkopf

Die Basis damit das modulare Konzept funktioniert, ist der komplett neu gestaltete Antrieb der beiden 1000er-Newcomer: Der patentierte Delta Drive bringt Bewegung in die Welt der industriellen Stanztechnik. Die Vorentwickler bei Trumpf erdachten diesen speziellen Antrieb, um kleinere Maschinen zu bauen und weitere Möglichkeiten für das Materialhandling zu schaffen. Der Clou ist nach Unternehmensangaben, dass der Delta Drive die bearbeitungstypische Bewegung von Blech und Auflagentisch in der Y-Achse überflüssig macht, indem er es erstmals zulässt, dass der Stanzkopf quasi in diese Richtung „fliegt“.

Möglich wird das durch ein ausgeklügeltes Antriebssystem, das von zwei Servomotoren bewegt wird. Drehen sich die Servomotoren in die gleiche Richtung, lässt sich der Stanzkopf in der Y-Achse hin und her bewegen. Und bei entgegengesetzter Drehung der Spindeln wird der Stanzhub aktiviert. Da der Stanzantrieb auch für die Verfahrbewegung genutzt wird und weder Blech noch Auflagentisch mit bewegt werden müssen, kann die Y-Achse wesentlich stärker beschleunigt werden. Das macht den Stanzprozess dynamischer und die Maschine arbeitet produktiver. Aufgrund der geringeren Relativbewegung zwischen Blechauflage und Blech sinkt auch die Gefahr von Verhakungen, was den Prozess sicherer macht. Zu guter Letzt verringern die feststehenden Auflagetische den Platzbedarf der Maschinen erheblich.

Trumpf auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand B94 und Halle 11, Stand B48

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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