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Metallverwertung als Systemlösung – das Modell „Recycling“

| Autor/ Redakteur: Ulrike Beuchle / M.A. Frauke Finus

Produktionsreste aus der Metall verarbeitenden Industrie sind Müll? Nein! Spezialisten wie Agosi aus Pforzheim arbeiten auch kleinste Anteile wieder auf und ermöglichen so ein ressourcenschonendes Recycling des „Abfalls“. Agosi bietet ein Portfolio von der reinen Edelmetallaufarbeitung bis zur Halbzeugherstellung.

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Aus Abfall wird Halbzeug: Recycling von verschiedenen Werkstoffen bei Agosi.
Aus Abfall wird Halbzeug: Recycling von verschiedenen Werkstoffen bei Agosi.
(Bild: Agosi)

Mit ihrem Verwertungsspektrum leisten die regionalen Recycler einen großen Beitrag zur Wiederverwendung wertvoller Rohstoffe. Die Mülltrennung, wie sie bereits von den Haushalten vorgenommen wird, ist einer der Grundbausteine für das Prinzip des Recyclings. Altpapier wird wiederverwertet und Sammelstellen für Altglas und -textilien entlasten die Haushalte. Das Schadstoffmobil ist in jeder Gemeinde zweimal jährlich im Einsatz. Geeigneter Sperrmüll wird in die Holzverwertung eingeleitet. Industriebetriebe lassen Altmetalle und Schrotte von Spezialunternehmen abholen, die strengen gesetzlichen Richtlinien entsprechen müssen und ihre Kompetenzen kontinuierlich ausbauen. Dort landet nicht nur das gewöhnliche „alte Eisen“, sondern auch so mancher Sonderwerkstoff wie aus Altbatterien oder Computerabfall. Damit am Ende des Recyclingprozesses sortenreine Sekundärstoffe stehen, braucht es allerdings mehr als nur das „klassische Sammeln von Schrott“.

Die Verknappung der Rohstoffe verstärkt nicht nur das Bewusstsein für den Wert dieses „Abfalls“, sondern führt auch zu einem sorgfältigeren Umgang mit diesen Materialien auf der Verbraucherseite. Und damit steigt die Verantwortung der Recycler, optimale Lösungen für die angemessene Verwertung dieser Stoffe anzubieten. Das Ziel ist, Wertstoffe mit bestmöglicher Qualität für die Wiederverwendung in den Kreislauf zurückzuführen. Ein erster Schritt dazu ist schon das sortenreine Sammeln und Bündeln, wie es in Sortieranlagen stattfindet. NE-Metallhändler sammeln und sortieren verschiedenste Produktionsreste aus der Metall verarbeitenden Industrie, zum Beispiel mit Kupfer, Stahl- und Aluminium als Trägerwerkstoff. Einige Spezialisten, wie die Scheideanstalten, arbeiten auch kleinste Anteile von Edelmetallen auf.

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Vom Edelmetallaufarbeiter zum Halbzeughersteller

In der Verantwortung der Entsorger wiederum liegt der umweltgerechte und professionelle Umgang mit Reststoffen, deren Verwertungspotential deutlich geringer ist. „Basis aller Umweltschutzmaßnahmen ist immer die Wahrung des Lebensumfeldes der Menschen und ihrer Gesundheit“, so Michael Plusczyk, Leiter des NE-Metallhandels der Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG (Agosi), Pforzheim. „Ein sorgfältiger Umgang mit allen Ressourcen gehört daher zu unseren Grundmaximen. Als Entsorgungsfachbetrieb stellen wir uns regelmäßig den Kontrollen zur Fortsetzung unserer erfolgreichen Zertifizierung“, erklärt Plusczyk weiter.

Auf allen Ebenen geht es um eine saubere Lösung für eine Alltagserscheinung mit vielen Facetten. Anteil daran hat jeder Einzelne, haben Industriebetriebe und Kommunen. Fachbetriebe in der Region sind auf diesen Bedarf eingestellt. Für Fragen zum Thema Wiederverwertung, Entsorgung und Recycling stehen die Ansprechpartner in den Unternehmen zur Verfügung. Damit aus wertvollen Produktionsresten aus Buntmetall, Stahl- und Edelstahl wieder hochwertiges Rohmaterial wird, packt also der NE-Metallhandel (NE = Nichteisen) von Agosi ganz schön mit an. Er bietet den kompletten Verwertungskreislauf vom Stanzabfall bis hin zum Werkstoff für die Produktion. „1891 wurde Agosi als mittelständisches Unternehmen mit lokaler Bedeutung gegründet, also ursprünglich für die Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie. Seitdem hat sich Agosi vom reinen Edelmetallaufarbeiter auch zum Halbzeughersteller hin gewandelt und ist vor allem mit den Anforderungen des deutschen Marktes mitgewachsen“, erläutert Thomas Weiß, Leiter Vertrieb bei Agosi. Das Unternehmen ist Metallspezialist, nicht nur für Edelmetalle. Es liefert hochwertige NE-Halbzeuge aus Kupfer, Bronze, Messing, Aluminium und anderen Werkstoffen in Form von Bändern, Blechen, Zuschnitten und Drähten sowie von Roh- und Legiermetallen – eine breitgefächerte Materialversorgung, kombiniert mit umweltgerechtem und werterhaltendem Recycling. Der Materialkreislauf beginnt bereits bei den Abhol- und Lieferdienstleistungen mit dem eigenen Fuhrpark und damit einem reibungslosen Transport der Wertstoffe. Der NE-Metallhandel von Agosi ist als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Rasche und flexible Entsorgungsservices gehören ebenso zur modernen Kreislaufwirtschaft wie das sortengerechte Aufarbeiten der Materialien für eine nachhaltige Wiederverwertung.

Werkstoffkreislauf: Reststoffe sind Rohstoffe

„Mit unserem Komplettangebot werden wir auch in diesem Jahr wieder auf der Stanztec in Pforzheim vertreten sein“, so Plusczyk. „Stanztechnik hat einen hohen Stellenwert hier in der Region. Systemlösungen für den Wertstoffkreislauf sind gefragt, denn Reststoffe sind Rohstoffe. Individuelle Ansätze für Nachhaltigkeit sind Teil einer umfassenden Unternehmensstrategie, die wir mit unseren Kunden entwickeln.“ Die größte Pforzheimer Scheideanstalt bietet ihren Kunden zuverlässige Services für den gesamten Metall- und Edelmetallkreislauf. „Die Werterhaltung ist gerade beim Edelmetall für viele Kunden ein entscheidender Kostenfaktor. Ein zuverlässiger und leistungsstarker Partner für die Rückgewinnung mit genauester Analytik ist daher zwingend notwendig. Diese Sicherheit bieten wir, ebenso die just-in-time-Lieferung von Halbzeugen nach Kundenspezifikation für die verschiedensten Anwendungen“, ergänzt Weiß.

Agosi auf der Stanztec 2016: Halle: MS-OG, Stand C-29

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