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Strahlanlagen-Retrofit optimiert Prozesse und spart Kosten

| Autor: Stéphane Itasse

Steigen die Anforderungen an Produktivität und Energieeffizienz, stoßen Strahlanlagen oft an ihre Grenzen. An dieser Stelle bietet ein Retrofitting die Möglichkeit, diesen Leistungsansprüchen kostengünstig gerecht zu werden.

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Mehr Leistung und Prozesssicherheit für Strahlanlagen bieten moderne Turbinen, die bei einem Retrofit eingesetzt werden können.
Mehr Leistung und Prozesssicherheit für Strahlanlagen bieten moderne Turbinen, die bei einem Retrofit eingesetzt werden können.
(Bild: Rösler Oberflaechentechnik)

Ob Anlagenverfügbarkeit, Ausbringungsmenge, Strahlergebnis oder Energiebedarf – gestiegene Anforderungen an den Strahlprozess lassen sich mit den meisten Strahlanlagen häufig nicht mehr oder nur mit zu hohem Aufwand erfüllen. Tune-Up, ein Unternehmensbereich von Rösler, der sich mit der Modernisierung von Strahlanlagen beschäftigt, bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Anlagenoptimierung.

Retrofit der Turbinen-Strahlanlagen erhöht Strahlleistung

Ein Beispiel: Das auf Strahlen im Lohnauftrag spezialisierte Unternehmen OSK-Kiefer GmbH ist mit sechs Standorten in Deutschland vertreten. Zu den Kunden des Lohnstrahlers zählen Hersteller von Fahrzeugen, Fluggeräten, Landmaschinen, Getrieben, Antriebselementen, Pumpen, Kompressoren sowie von Dampf- und Gasturbinen, wie Rösler mitteilt.

Im Werk Petershausen sind mehrere Turbinen-Strahlanlagen für das Verdichtungsstrahlen (Shot Peening) im Einsatz. „Die Turbinen dieser Anlagen waren einerseits in die Jahre gekommen. Andererseits wollten wir aufgrund gestiegener Kundenanforderungen Turbinen, die eine höhere Strahlleistung bieten und effizienter arbeiten“, erläutert Betriebsleiter Rudolf Schickinger.

Aufgrund dessen hat sich OSK-Kiefer entschieden, drei Anlagen mit Rösler-Long-Life-Strahlturbinen Y330 mit jeweils 7,5 kW Antriebsleistung auszustatten. Ausschlaggebend für die Wahl der Turbinen waren unter anderem die Erhöhung der Strahlleistung um 30 % sowie die lange Standzeit der Wurfschaufeln von mehr als 10.000 Strahlstunden, wie Rösler mitteilt. Die aus Hartmetall gefertigten Wurfschaufeln eigneten sich insbesondere zum Einsatz hochabrasiver Strahlmittel, beispielsweise Grit mit einer Härte von bis zu 64 HRC. Beim Strahlprozess mit konventionellen Turbinen würden sich Anwender dieser Betriebsmittel mit sehr geringen Standzeiten und permanentem Verschleißteilwechsel konfrontiert sehen.

Strahlanlagen-Wurfschaufeln aus Hartmetall zeigen praktisch keinen Verschleiß

„Mit den Y330-Turbinen erzielen wir nicht nur die angestrebte Leistungssteigerung, sondern haben auch noch Reserven. Außerdem ist nach rund einem Jahr Betrieb praktisch kein Verschleiß feststellbar. Dies reduziert natürlich den Wartungsaufwand. Ein anderer Aspekt ist die höhere Prozesssicherheit, denn bei den alten Turbinen veränderte sich das Strahlergebnis durch Verschleiß an den Wurfschaufeln, was eine häufige Nachjustierung der Einstellbuchse zur Folge hatte. Jetzt werden die Strahlparameter langfristiger eingehalten und das macht sich bemerkbar“, fasst Schickinger seine Erfahrungen zusammen.

Mit einem breit gefächerten Angebot ermögliche Tune-Up die Umrüstung von Strahlanlagen für jede Anforderung. Die kürzlich etablierte, energieeffiziente Gamma-G-Serie runde das Turbinenportfolio ab und vereine die prozessbezogenen Vorteile der Rutten-Serie, beispielsweise eine extrem hohe Abwurfgeschwindigkeit und dadurch kürzere Strahlzyklen, mit geringen Anschaffungskosten.

Durch den Einsatz energiesparender Komponenten wie IE3-Antrieben wird die Modernisierung von Strahlanlagen in Deutschland laut Rösler vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit bis zu 30 % der Investitionskosten gefördert. Des Weiteren biete der Hersteller die Möglichkeit, die Turbinen vor Ort zu testen, und erstelle zu jedem Angebot eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Tune-Up umfasse aber noch mehr: So optimiere Rösler zudem auch den Verschleißschutz von Strahlanlagen sowie die Strahlmittelnachdosierung und -aufbereitung, bei Gießereianwendungen beispielsweise durch den Einsatz von leistungsfähigen Magnetseparatoren zur Reduzierung des Sandanteils im Betriebsmittel.

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