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Indien Strategische Positionierung am indischen Werkzeugmaschinenmarkt erfordert einen längeren Atem

| Redakteur: Stéphane Itasse

Nach einer schwachen Phase im vergangenen Jahr 2012 bestehen begründete Hoffnungen auf kräftige Ausweitung der Investitionsbudgets. Deshalb nimmt der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) den indischen Markt auf der EMO Hannover 2013 besonders in den Blick.

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Martin Kapp: „Die Investitionen von Werkzeugmaschinenanwendern zeigen, dass ihnen die Positionierung in Indien wichtig ist.“
Martin Kapp: „Die Investitionen von Werkzeugmaschinenanwendern zeigen, dass ihnen die Positionierung in Indien wichtig ist.“
(Bild: VDW)

Indien steht auf Platz 6 der weltweit aufnahmestärksten Märkte für Werkzeugmaschinen und hat seinen Verbrauch bis 2012 wieder auf ein Volumen von 12,1 Mrd. Euro ausgedehnt. Dies entspricht einer Wertsteigerung um ein Viertel gegenüber dem Ergebnis des Vor-Krisenjahres 2008. Für 2013 zeichnet sich ein Wachstum des indischen Bruttoinlandsprodukts, der Industrieproduktion und des Werts der Anlageinvestitionen um jeweils 5 % ab; für 2014 liegen die Prognosen bei jeweils reichlich 7 % Plus.

Viele indische Käufer von Werkzeugmaschinen erwarten zweistellige Wachstumsraten

In ihrem aktuellen World Machine Tool Outlook, beauftragt durch derzeit elf nationale Herstellerverbände, prognostiziert Oxford Economics die folgenden Steigerungsraten im Schnitt der Jahre 2013 und 2014, untergliedert nach Haupt-Anwenderindustrien Indiens für Werkzeugmaschinen: Metallerzeugung und Metallbearbeitung 14 %, Herstellung von Metallerzeugnissen 15 %, Systemkomponenten des Maschinenbaus 23 %, Maschinenbau im Sinne von Komplettanlagen 24 %, Elektrotechnik und Elektronik 14 %, Kraftwagen und Kraftwagenteilen 17 %, sonstiger Fahrzeugbau (Aerospace, Railway, Werften) 13 %, Herstellung von Medizintechnik und optischen Erzeugnissen 9 %.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet der VDW zur Laufzeit-Mitte der Messe ein praxisgerechtes Seminar zum Indiengeschäft. „Demonstrieren doch die Investitionen zahlreicher internationaler Werkzeugmaschinenanwender, dass ihnen strategische Positionierung in Indien wichtig ist, auch wenn dies längeren Atem erfordert“, wie es der Vorsitzende des VDW, Martin Kapp, formuliert. Das Seminar richtet sich an den Kreis der EMO-Aussteller sowie Besucher aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die ihre Indien-Aktivitäten vorantreiben oder dort gezielter ausrichten wollen.

Seminar zum indischen Werkzeugmaschinenmarkt auf der EMO Hannover 2013

Im Zuge der halbtägigen Veranstaltung informieren ausgewiesene Kenner über spezifische Merkmale des indischen Markts sowie die durch den Automobil- und Flugzeugbau gesetzten Wachstumsakzente. Praktiker aus der Werkzeugmaschinenindustrie und aus der besonders breit im Markt aufgestellten Messtechnik stellen ihre Konzepte für das Indien-Geschäft vor. Schließlich erläutern Experten noch juristische Besonderheiten und Finanzierungsoptionen. Das Seminar versucht, dem aufstrebenden, aber anspruchsvollen Markt Indien gerecht zu werden und will Ausstellern und Besuchern wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps für die Ausrichtung eigener Indien-Aktivitäten vermitteln.

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