Lackiervorbereitung Straußenfedern ermöglichen besonders glatten Lackauftrag

Redakteur: Stéphane Itasse

Das Ford-Montagewerk im spanischen Valencia setzt auf riesige Staubwedel aus Straußenfedern. Sie sorgen im Vorfeld der Autolackierung für staubfreie Karosserieoberflächen und ermöglichen auf diese Weise eine besonders glatte Lackierung, wie die Ford-Werke in Köln mitteilen.

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Im Ford-Werk im spanischen Valencia kommen riesige Staubwedel aus Straußenfedern zum Einsatz.
Im Ford-Werk im spanischen Valencia kommen riesige Staubwedel aus Straußenfedern zum Einsatz.
(Bild: Ford-Werke)

In Valencia ist jede einzelne der Straußenfedern bis zu 76 cm lang und wiegt weniger als 3 g bei einer Haltbarkeitsdauer des Materials von bis zu fünf Jahren, heißt es weiter. Das System ähnle im Aufbau einer Autowaschanlage und sei entwickelt worden, um Staubpartikel, die durch statische Aufladung am Fahrzeug haften, zu entfernen.

„Das Entfernen kleiner Staubpartikel, bevor die Fahrzeuge lackiert werden, kann entscheidend zur Gewährleistung einer glatten Fläche beitragen. Durch ihre einzigartige Struktur und ihre Langlebigkeit eignen sich Straußenfedern perfekt zum Aufnehmen winziger Partikel“, sagt Dirk Hölzer, Chief Paint Engineer, Ford of Europe.

Nach der Straußenfeder-Waschanlage folge der Lackierprozess mit Grundierung, Farb- und Klarlackauftrag. Der Wegfall der Ofentrocknung zwischen diesen Lackschichten habe zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um geschätzte 15 bis 25 % geführt. Die korrosionsbeständige Schutzbeschichtung und die wasserdichte Versiegelung werden anschließend bei 180 °C getrocknet, wie es heißt.

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