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Zerstörungsfreie Materialprüfung

Südstahl baut Qualitätssicherung aus

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Südstahl GmbH & Co. KG, Spezialist für Stahlverarbeitung und Lieferant für den Anlagen-, Maschinen-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, erhöht erneut das Niveau ihrer Qualitätssicherung. Sie kann nun zertifiziert drei wichtige zerstörungsfreie Prüfungen im Betrieb durchzuführen: die Sicht-, Eindring- und Magnetpulverprüfung.

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Magnetpulverprüfung bei Südstahl: Mit ihr lassen sich Risse und Bindefehler in der Oberfläche nachweisen.
Magnetpulverprüfung bei Südstahl: Mit ihr lassen sich Risse und Bindefehler in der Oberfläche nachweisen.
( Bild: Südstahl )

Die Zertifizierungsstelle Sector Cert-GmbH bescheinigt den Mitarbeitern von Südstahl in Mertingen die erfolgreiche Qualifizierung nach DIN EN ISO 9712 Stufe 2 für folgende Prüfverfahren:

  • Mit der Sichtprüfung (genormt in DIN EN 13018) können die Mitarbeiter vor Ort prüfen, ob die Oberfläche von Schweißnähten, Gussteilen, Schmiedestücken, Walzerzeugnissen und Umformprodukten einwandfrei ist.
  • Die Eindringprüfung (genormt in DIN EN 3452-1-6) zeigt Materialtrennungen, die zur Prüffläche geöffnet sind, mittels einfacher und kostengünstiger Hilfsmittel auf. Dieses Verfahren erfolgt in drei Schritten: Ein Eindringmittel wird auf die gereinigte Oberfläche eines Bauteiles aufgetragen, so dass die Flüssigkeit in die Materialtrennung der entsprechenden Stelle eindringt. Nach der Eindringdauer und Zwischenreinigung sprüht man einen Entwickler auf. Erst dadurch wird das sich in den Oberflächenunregelmäßigkeiten befindliche Eindringmittel an die Oberfläche gesaugt und die Anzeige wird sichtbar. Trotz des einfachen Funktionsprinzips erfordert die Sichtprüfung hohe Sorgfalt und Kenntnisse des Materials.
  • Die dritte zertifizierte Prüfung - die Magnetpulverprüfung (genormt in DIN EN ISO 9934 Teil 1-3) - macht ebenfalls Mängel sichtbar: Sie weist kleine Fehler wie Risse und Bindefehler in der Oberfläche oder im oberflächennahen Bereich bei ferromagnetischen Werkstoffen nach. Hier magnetisiert man das zu prüfende Bauteil, woraufhin fehlerhafte Stellen ein magnetisches Streufeld erzeugen. Wird nun Magnetpulver über dieses Streufeld verteilt, sammelt es sich, angezogen durch den magnetischen Effekt, an der Trennung an, da der Magnetismus die Späne an diesen Stellen festhält.

Als Spezialist für die Stahlverarbeitung kann Südstahl mit den drei weiteren Zertifikaten höchste Bauteile-Qualität garantieren.

„Zerstörungsfreie Prüfungen sind für uns als mittelständisches Unternehmen besonders wichtig“, sagt Werner Käuferle, Geschäftsführer der Südstahl GmbH & Co. KG. „Sie helfen uns dabei, die Qualität der Produkte sicherzustellen und steigern damit insgesamt unser Qualitätssicherungsniveau.“

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