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Gebrauchtmaschinen Surplex–Geschäftsführer sehen die Krise als Chance

| Redakteur: Ulrike Gloger

Surplex, ein bekannter Name im Gebrauchtmaschinenhandel, ist nach Jahren unter dem Dach des Finanzinvestors DHC wieder selbständig. Wie sich das Unternehmen in Zeiten trüber Konjunkturaussichten den Herausforderungen des Marktes stellen will, dazu befragten wir die geschäftsführenden Gesellschafter Michael Werker und Uli Stalter.

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Teilen sich Geschäftsführung und Anteile der seit 2. Januar 2009 selbständigen Gebrauchtmaschinen-Plattform Surplex GmbH: Michael Werker (l.) und Uli Stalter. Bild: Surplex
Teilen sich Geschäftsführung und Anteile der seit 2. Januar 2009 selbständigen Gebrauchtmaschinen-Plattform Surplex GmbH: Michael Werker (l.) und Uli Stalter. Bild: Surplex
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit Januar 2009 sind Sie für Surplex allein verantwortlich. Und das mitten in einer Weltwirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage im Gebrauchtmaschinenhandel?

Stalter: Der Übergang von einer Hochkonjunkturphase in eine Phase der Rezession ist für einen lagerhaltenden Handel immer ein Problem, da sich die Maschinenpreise im Einkauf und Verkauf stark nach unten bewegen. Somit müssen Lagermaschinen unter dem kalkulierten Wert verkauft werden. Allerdings bietet die Krise auch Chancen, wenn zum Beispiel Kunden in schwierigen Zeiten die hohe Investition für eine Neumaschine scheuen und stattdessen eine junge Gebrauchtmaschine kaufen.

Werker: In Deutschland ist die Situation vergleichsweise gut, da die Banken durch den Staat gestützt werden. Dies trifft auch auf die meisten westeuropäischen Länder zu. Osteuropa scheint von der Krise sehr hart getroffen zu sein; ein drastischer Rückgang der Exportgeschäfte nach Osteuropa ist schon seit Wochen zu beobachten.

Seit Januar tritt Surplex wieder als selbständige GmbH auf. Was versprechen Sie sich von der Neugründung?

Werker: Surplex wurde 1999 als Aktiengesellschaft gegründet und von internationalen Risikokapitalgebern wie der Carlyle-Gruppe finanziert. Nach der Übernahme durch die Direct Home Corporation (DHC) GmbH wurde Surplex – in einer fünfjährigen Periode – als Geschäftsbereich geführt und nie richtig in die DHC integriert. Surplex gehörte nicht zum Kerngeschäft der DHC, es bestand kein längerfristiges Interesse; entsprechende Investitionen in unser Geschäft wurden nicht getätigt. Seit dem 2. Januar 2009 sind Uli Stalter und ich jeweils 50%ige Gesellschafter, die sich zugleich die Geschäftsführung teilen. Damit werden erstmals in der Geschichte von Surplex die Mehrheitsanteilseigner auch die Geschäftsführung innehaben.

Und was soll sich in Zukunft bei Surplex ändern?

Werker: Wir haben schon im alten Jahr begonnen, uns auf die neue Situation vorzubereiten. Ein wichtiger Schritt war der Relaunch unserer Internetplattform www.surplex.com. Das Internetauktionstool ist endlich integrierter Bestandteil unserer Plattform.

Stalter: In Kürze werden wir eine Abwicklungsabteilung einführen, die für einen noch reibungsloseren Ablauf unserer Geschäfte sorgen soll. Unsere Kunden werden dann nach Abschluss des Kaufvertrages einen zentralen Ansprechpartner erhalten.

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