Gewindeschneiden Synchrongesteuerte Gewindeschneidfutter verlängern Werkzeugstandzeit

Autor / Redakteur: Henning Neumann / Bernhard Kuttkat

Gewindeschneidfutter, die die Synchronsteuerung moderner CNC-Maschinen optimal nutzen, ermöglichen die Gewindeherstellung mit 150% höherer Werkzeugstandzeit bei höchster Prozesssicherheit und besten Oberflächengüten. Auch bei der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung werden die Axialkräfte deutlich besser als bisher gedämpft.

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Bild 1: Softsynchro-Gewindeschneidfutter sind für moderne CNC-Bearbeitungszentren entwickelt, die für direktes Gewindeschneiden ausgelegt und mit einer Synchronspindel ausgerüstet sind.
Bild 1: Softsynchro-Gewindeschneidfutter sind für moderne CNC-Bearbeitungszentren entwickelt, die für direktes Gewindeschneiden ausgelegt und mit einer Synchronspindel ausgerüstet sind.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Werkzeugaufnahmen Rego-Fix ER und Powrgrip stellen tagtäglich in der industriellen Fertigung ihre Leistungsfähigkeiten in Sachen Spannkraft, Steifigkeit, Wuchtgüte, Vibrationsdämpfung und Rundlaufgenauigkeit unter Beweis. HSK- und zylindrische Aufnahmen sorgen für noch mehr Qualität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit in der Gewindeherstellung. Ob Durchgangs- oder Sackloch – bei der Gewindeherstellung gibt es keine Kompromisse in Sachen Toleranzen und Qualität.

Denn oftmals steht das Gewindebohren am Ende einer langen, bisweilen teuren Prozesskette und entscheidet über die Qualität des Werkstücks. Weil an dieser Stelle die Prozesssicherheit eine wesentliche Rolle spielt, suchen Unternehmen nach Lösungen, Gewinde einerseits schneller, andererseits noch besser zu produzieren. Die neuen Rego-Fix-Gewindeschneidfutter sind der Schlüssel dazu.

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Axialkräfte in den Griff bekommen

Für Gewindebohrer sind in der europäischen Norm EN 22857 die Abmessungen und Toleranzen für geschliffene Gewinde festgelegt. Darin ist für die Gewindebohrersteigungs-Toleranz eine Abweichung von± 8 µm bezogen auf eine definierte Anzahl von Gewindegängen zugelassen. Für einen M10-Gewindebohrer mit 1,5 mm Steigung beispielsweise ist eine Toleranz von ±8 µm bezogen auf die Prüflänge von sieben Gängen nach Norm zugelassen. Im ungünstigsten Fall kann durch diese Längenänderung des Gewindebohrers theoretisch eine Axialkraft von bis zu 1300 N entstehen.

Durch die Dynamik der Spindel- und Linearantriebe entstehen dabei Synchronisationsfehler. Diese minimalen Differenzen und die Toleranzen am Gewindebohrer erzeugen über das starre Gewindewerkzeug Verspannungen im System. Das führt zu verringerten Standzeiten durch einseitigen Flankenabrieb am Gewindewerkzeug, der nicht zuletzt in Materialaufschweißungen endet. Auch kann es zu unsauberen Gewindeflanken am geschnittenen Gewindeprofil oder zu nicht lehrenhaltigen Gewinden kommen.

Je besser diese enormen Kräfte gedämpft und kontrolliert werden, umso besser wirkt sich dies auf die Komponenten des Gesamtsystems und die Qualität des Gewindes aus. Die optimal synchronisierte, elektronische Regelung zwischen Spindeldrehbewegung und Vorschubantrieb durch eine Synchronspindel im Zusammenspiel mit einem maßgeschneiderten Gewindeschneidfutter ist somit der Weg zu noch mehr Leistung und Qualität. Diese Erkenntnisse sind in den neuen Rego-Fix-Gewindeschneidfuttern speziell für den Einsatz mit geregelten Antriebssystemen und starr eingespannten Gewindebohr- oder Gewindefurchwerkzeugen ohne Leistungseinbußen umgesetzt.

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