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Neuausrichtung in Europa Tata stellt Vertrieb neu auf

| Redakteur: Stefanie Michel

Mit seiner strategischen Neuausrichtung des Vertriebs will Tata Steel seine Standorte in Kontinentaleuropa besser vernetzen, um näher und schneller mit dem Kunden zusammenzuarbeiten.

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Dr. Jens Lauber: „In den nächsten drei Jahren wollen wir den Absatz unserer Distribution auf dem europäischen Festland um bis zu 30 % steigern.“
Dr. Jens Lauber: „In den nächsten drei Jahren wollen wir den Absatz unserer Distribution auf dem europäischen Festland um bis zu 30 % steigern.“
(Bild: Michel)

Seit April 2013 strukturiert Tata Steel auf dem europäischen Festland seinen Vertrieb um, indem unter anderem die vorhandenen Distributionscenter zunehmend vernetzt werden. Statt autonom im eigenen Markt zu arbeiten, werden die Standorte mit den Kunden sowohl untereinander intensiver zusammenarbeiten als auch ein engeres Netzwerk mit der Stahlherstellung knüpfen. So kann der Kunde einfach vom nächstgelegenen Standort aus für die jeweilige Anforderung beliefert werden – auch wenn der Auftraggeber aus Deutschland kommt, aber in Spanien produzieren will. Damit möchte sich der zweitgrößte Stahlhersteller Europas nachhaltig weiterentwickeln, wie Dr. Jens Lauber, Managing Director bei Tata Steel Distribution Europe, erklärt. Er sieht die Neuausrichtung als Evolutionsprozess, der gerade erst gestartet wurde – eine selbstlernende Distribution.

Ein Ziel vor Augen hat Dr. Lauber: „Wir wollen nah am Kunden schneller wirken.“ Um dies umzusetzen, wird der Vertrieb künftig viel mehr technologiegetrieben sein. Dafür erhalten die Mitarbeiter eine intensive technische Qualifizierung. Zudem verschaffen sie den Kunden bei Bedarf auch Kontakt zur Stahlherstellung, sodass er an der Werkstoffentwicklung mitarbeiten kann.

Vor allem Kunden im hochwertigen Segment will Tata Steel mit seiner Neuausrichtung ansprechen und bietet zudem Systemlösungen wie detaillierte Berechnungen von Bauteilen an. Davon verspricht man sich eine stärkere Marktposition, auch in Deutschland (bisher unter 10 % Marktanteil). Lauber: „In den nächsten drei Jahren wollen wir den Absatz unserer Distribution auf dem europäischen Festland um bis zu 30 % auf 1,8 t Stahl pro Jahr steigern und gleichzeitig den Anteil an differenzierten Produkten erhöhen.“ (mi)

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