Stanz- und Hybridteile Technical Plastic Systems und Härter mit China-Joint-Venture

Redakteur: Jürgen Schreier

Die Automobilzulieferer Technical Plastic Systems GmbH (TPS) aus Wackersdorf und die Härter-Gruppe in Königsbach-Stein bei Pforzheim bündeln künftig ihre Asienaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen: Härter TPS Technologies Limited wird das Joint Venture der beiden Unternehmen im chinesischen Dongguan heißen.

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Anlage zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen: Die Stanzteile werden automatisch bereitgestellt und in das Spritzgusswerkzeug eingelegt. Nach der Umspritzung erfolgen diverse Funktionsprüfungen.
Anlage zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen: Die Stanzteile werden automatisch bereitgestellt und in das Spritzgusswerkzeug eingelegt. Nach der Umspritzung erfolgen diverse Funktionsprüfungen.
(Bild: Härter)

Die Härter Asia Dongguan Ltd. wird 2013 mit 110 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von rund 13 Mio.Euro erwirtschaften. Das Unternehmen ist auf die Produktion von Stanz- und Hybridteilen auf hohem technischen Niveau spezialisiert. TPS hat die Hälfte der Anteile an Härter Asien übernommen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

Härter – Experte im Stanzen und Umspritzen von Metall

„Mit diesem Joint Venture bauen wir unseren internationalen Produktionsverbund weiter aus“, sagt Erhard Krauß, Geschäftsführer und CEO der TPS Group. „Mit unseren Werken in Deutschland, Tschechien, Mexiko und jetzt China sind wir auf drei Kontinenten präsent. Das ist für unsere Kunden in der Automobilindustrie sehr wichtig. China wird für sie nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort immer bedeutender. Deshalb ist jetzt ein sehr guter Zeitpunkt, mit diesem Joint Venture eigene Kapazitäten in China aufzubauen.“

Auch Martin Härter, geschäftsführender Gesellschafter der Härter-Gruppe, zeigt sich vom Sinn des neuen Gemeinschaftsunternehmens überzeugt: „Für mittelständische Unternehmen wie die TPS Group und Härter sind strategische Allianzen eine gute Option, um die von Märkten und Kunden geforderte weltweite Präsenz aufzubauen. Außerdem können in unserem speziellen Fall beide Partner von dem Know-how des jeweils anderen profitieren. Die Härter-Gruppe versteht sich als Experte im Stanzen und Umspritzen von Metall, die TPS Group hat ihren Schwerpunkt im Kunststoffbereich. Durch diese Fusion auf Augenhöhe stärken wir unsere Kompetenz und Präsenz auf dem asiatischen Markt und schaffen die Grundlage für zügiges und anhaltendes Wachstum.“

TPS Group erweitert ihr Portfolio an Produktionsverfahren

Die TPS Group erweitert mit dem Gemeinschaftsunternehmen ihr Portfolio an Produktionsverfahren um das Stanzen. TPS hat sich spezialisiert auf die Produktion von Kunststoffteilen im Spritzgussverfahren und sogenannten Hybridbauteilen, bei denen Kunststoff mit Metallteilen, Elektronikbaugruppen und weiteren Materialien wie Sensor- oder leitenden Folien kombiniert werden. Das Unternehmen beliefert damit überwiegend die Automobilindustrie.

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