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Siemens Technology-Controller ersetzen herkömmliche Hydrauliksteuerungen

Autor / Redakteur: Andreas Diepgen und Bernhard Brehm / Stefanie Michel

Dank eines Technologie-Controllers mit umfassenden Hydraulikfunktionen ist für Umformmaschinen erstmals eine durchgängige Fernwartung über alle Komponenten hinweg möglich. Wie ein Beispiel anhand von Rohrendenbearbeitungssystemen zeigt, erspart dies die separate Hydrauliksteuerung und bei Bedarf lassen sich zudem alle erforderlichen Sicherheitsfunktionen integrieren.

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Die Simatic-Technologie-CPU mit erweiterten Hydraulikfunktionen wird bei Ebm Büchele erstmals in der Rohrendenbearbeitungsmaschine IO90-2 eingesetzt. Bild: Siemens
Die Simatic-Technologie-CPU mit erweiterten Hydraulikfunktionen wird bei Ebm Büchele erstmals in der Rohrendenbearbeitungsmaschine IO90-2 eingesetzt. Bild: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Das schwäbische Unternehmen Erich Büchele Maschinenbau GmbH (Ebm) aus Meitingen bei Augsburg hat es weit gebracht: In weniger als 25 Jahren entwickelte sich der Sondermaschinenbauer von einer Garagenfirma zum Ausrüster von Weltunternehmen. Mit viel Know-how werden Umformmaschinen für die individuelle Bearbeitung von Rohr(end)en entwickelt und gefertigt.

Ebm setzt für Rohrbearbeitungsmaschinen auf Siemens-Steuerungen

Besonders dort, wo Konturen, Toleranzen, Materialien oder auch die Verfahren die üblichen Anforderungen übersteigen, fühlt man sich bei Ebm zuhause. So kommen heute auf Ebm-Maschinen bearbeitete Rohre unter anderem in vielen der Autos auf unseren Straßen zum Einsatz. Die Nähe zur Automobilindustrie ist auch ein Grund dafür, dass das Unternehmen bevorzugt standardisierte Automatisierungstechnik von Siemens, wie die Simatic-Steuerungen in unterschiedlichsten Ausführungen, einsetzt.

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Schon von Beginn an setzt Ebm in seinen Maschinen die aktuellen Simatic Technologie-Controller ein, die sowohl SPS-, Motion Control- als auch eine Vielzahl von Technologieaufgaben in sich vereinen. Zur Auswahl stehen derzeit drei Varianten, die ein kleineres und ein umfassenderes Mengengerüst von Anwenderspeicher, Antriebsachsen und Technologieobjekten bieten. Die dritte Variante hat zusätzlich zur technologischen Funktionalität auch Safety Integrated an Board.

Controller ermöglichen komplexe Abläufe mit relativ geringem Aufwand

Die Technologie-Funktionalität dieser Controller steckt in vorgefertigten, PLC-open-konformen Funktionsbausteinen, die über das Optionspaket Simatic S7-Technology in das Engineeringsystem Step 7 eingebunden und darin nach Bedarf miteinander verknüpft werden. Dies geschieht wie mit Standard-Funktionsbausteinen der Simatic-Welt, sodass eine neue Motion-Control-Sprache nicht erforderlich ist.

Der Maschinenbauer nutzte bisher die Varianten CPU 315T-2 DP und CPU 317T-2 DP für das lagegeregelte Positionieren beziehungsweise die Kopplung elektrischer Antriebsachsen. Damit lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand komplexe, synchronisierte Bewegungsabläufe wie Getriebe- oder Kurvengleichlauf realisieren, wobei die Gleichlaufachsen an einen virtuellen oder realen Master gekoppelt werden können. Die taktsynchron arbeitende Profibus-DP(Drive)-Schnittstelle des Controllers realisiert die Kommunikation zum Antrieb.

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