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Thermografie-Inspektion für Klebepunkte

| Redakteur: Carmen Kural

Der Hotglue Inspector von Eye Vision Technology (EVT) prüft, ob Klebepunkte zwischen den Kartonflächen der Verpackung vorhanden und heiß genug sind, um die Flächen sicher zu verkleben.

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Das Eye-Vision Hotglue System verfügt über digitale Schnittstellen um autonom an einer Anlage betrieben zu werden
Das Eye-Vision Hotglue System verfügt über digitale Schnittstellen um autonom an einer Anlage betrieben zu werden
(Bild: EVT)

Hierbei können die Kameras so angeordnet werden, dass die Seiten mit den Klebepunkten im Sichtbereich der Thermokamera sind wie EVT mitteilt. Mit dem Hotglue Inspector werde dann geprüft, ob auch alle Klebestellen mit Heißkleber versorgt wurden und ob die Temperatur der Klebestellen innerhalb der Toleranz ist. Sollte eine Klebestelle fehlen, beispielsweise weil eine Düse verstopft ist oder kein Kleber gefördert wurde, dann wird diese automatisch erkannt, so das Unternehmen.

Außerdem werde erkannt, wenn die Temperatur des Klebers zu niedrig war. Dies könne durch eine defekte Heizung oder durch eine Verzögerung in der Anlage hervorgerufen werden. Sollte nur eine oder mehrere Klebestellen eine zu niedrige Temperatur aufweisen, dann werde dieser Fehler der jeweiligen Klebeeinheit zugeordnet. Dadurch könne sofort festgestellt werden, wo eine Reparatur notwendig wird. Sollten alle Klebestellen eine zu niedrige Temperaturen aufweisen, kann der Karton komplett ausgeschleust werden.

Das Eye-Vision Hotglue-System verfügt über digitale Schnittstellen um autonom an einer Anlage betrieben zu werden, wie es weiterhin heißt. Dies könne auch über die Profinet Schnittstelle, die in der Eye-Vision Software vorhanden, ist erfolgen. Damit sei eine Integration in eine vorhandene SPS einfach möglich.

Um das System in einem größeren Kontext laufen zu lassen, verfügt der Hotglue Inspector über eine Standard-Tracker-Schnittstelle, heißt es weiter. Damit werde die Ankopplung an das Transportsystem, sowie die verzögerte Ausschleusung einfach realisiert. Die Schnittstelle zum Tracker ist offen angelegt und könne daher mit wenigen Schritten an alle gängigen Trackerboards angepasst werden.

Die eigentliche Einrichtung der Prüfstellen für die Inspektion erfolge komplett grafisch. Die Toleranzwerte für die einzelnen Klebestellen können entweder global, für Gruppen, oder für einzelne Klebestellen separat, vorgegeben werden. Dadurch sei es dann auch möglich sofort einen Rückschluss auf die einzelne Klebestelle zu ziehen, um im Fehlerfall diese gezielt zu reparieren.

Durch die variable Anzahl an eingesetzten Kameras, könne das System optimal an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden. Soll beispielsweise nur die Verklebung auf einer Seite erfolgen, wird das System mit einer Kamera konfektioniert. Sollen mehrere Seiten geprüft werden, könne durch die flexible Definition der Prüforte jeweils 2 Seiten mit einer Kamera geprüft werden, oder es wird mit 4 Kameras jede Seite einzeln geprüft.

Die Integration des Systems in eine komplexe Anlage wird noch durch den Embedded Modus unterstützt, so EVT. Hierfür ist im System ein Protokoll implementiert, das die Einrichtung, wie auch den Betrieb von einem beliebigen Remote-System ermöglicht. Die Ergebnisse der Messungen und die Auswertebilder stünden der zentralen Anlagensteuerung dann sofort zur Verfügung.

Das Hotglue System ist in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen verfügbar. Abhängig sei dies von den verwendeten Kameras. Das Basis System kann bis zu 10 Kartons pro Sekunde prüfen, das High-End-System bis zu 60 Kartons beziehungsweise Flaschen pro Sekunde prüfen.

Darüber hinaus kann das System Herstellerangaben zufolge noch mit Standard-2D-Kameras ergänzt werden. Damit würden sich zum Beispiel Codes (Barcode, DMC, QR oder OCR) auf der Außenseite der Verpackung lesen lassen, um eine komplette Nachverfolgung der Produktion zu ermöglichen.

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