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Produktpiraterie

Thieme entlarvt chinesischen Produktpiraten auf der Fespa

| Redakteur: Stéphane Itasse

Teningen/Berlin (si) Die Thieme GmbH & Co. KG, Teningen hat auf der Messe Fespa 2007 einen chinesischen Aussteller per gerichtlicher Verfügung dazu gezwungen, den Nachbau eines Rakelwerks von seinem Stand zu entfernen. Dieser Nachbau in einer Siebdruckmaschine war nicht lizenziert, informierte das deutsche Unternehmen am Mittwoch.

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Dieses Rakelwerk von Thieme hatten chinesischen Produktpiraten als Nachbau auf der Messe Fespa ausgestellt. Bild: Thieme
Dieses Rakelwerk von Thieme hatten chinesischen Produktpiraten als Nachbau auf der Messe Fespa ausgestellt. Bild: Thieme
( Archiv: Vogel Business Media )

Der chinesische Maschinenhersteller war Thieme schon auf der Messe vor zwei Jahren aufgefallen, als er Prospekte verteilte, die teilweise aus Broschüren des Siebdruckherstellers herauskopiert waren. In der Folge hatte Thieme die Fespa-Messeleitung vom Verdacht der Produktpiraterie unterrichtet. Auf der diesjährigen Messe bestätigte sich dann der Verdacht.

Einstweilige Verfügung gegen Produktpiraten

Die Verantwortlichen von Thieme forderten den chinesischen Aussteller am ersten Messetag auf, das Rakelwerk zu demontieren. Nachdem er dieser Aufforderung nicht nachkam, erwirkte Thieme beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung, die dann am nächsten Tag auf dessen Messestand vollstreckt wurde. Das Rakelwerk wurde abgebaut und in die Asservatenkammer des Landgerichts Berlin zur Vernichtung gebracht.

Da sich der chinesische Aussteller zunächst geweigert hatte, die hierfür angefallenen Gerichtskosten zu bezahlen, wurden zudem am nächsten Messetag zwei Maschinen mit einem Pfandsiegel versehen; die Siegel wurden erst wieder entfernt, nachdem die Gerichtskosten bezahlt waren.

Das Vorgehen auf der Fespa war für Geschäftsführer Frank Thieme ein notwendiges Vorgehen zum Schutz der Patentrechte, zumal die Sachlage eindeutig war, wie die einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin zeigte. Kritisch wird bei Thieme allerdings die „etwas unbefriedigende Unterstützung“ durch die Messeorganisation angemerkt. Hier hatten sich die Verantwortlichen ein konsequenteres Vorgehen erhofft, zumal der Verdacht der Patentverletzung bereits bekannt war.

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