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Stahl Thyssen-Krupp investiert kräftig in seine Standorte

| Redakteur: Stéphane Itasse

Deutschlands größter Stahlhersteller, die Thyssen Krupp Steel Europe AG, investiert kräftig in seine Standorte. Jahr für Jahr wendet der Stahlhersteller mit Sitz in Duisburg laut eigener Mitteilung zwischen 400 und 500 Mio. Euro auf. In den vergangenen drei Geschäftsjahren beliefen sich die Investitionsauszahlungen auf insgesamt rund 1,35 Mrd. Euro.

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Bis zu einer halben Milliarde Euro pro Jahr wendet Thyssen Krupp Steel Europe aktuell für Modernisierungen auf.
Bis zu einer halben Milliarde Euro pro Jahr wendet Thyssen Krupp Steel Europe aktuell für Modernisierungen auf.
(Bild: Thyssen Krupp Steel Europe )

„Das sind Aufwendungen, die wir leisten müssen, um unsere Anlagen auf dem neuesten technischen Stand zu halten. So können wir im Wettbewerb unsere Position als einer der führenden Flachstahlhersteller behaupten. Wir sichern dadurch Arbeitsplätze und ganze Werkstandorte“, sagt Produktionsvorstand Dr. Herbert Eichelkraut.

Stahlwerksmodernisierungen sind meist Großprojekte

Verbunden mit den Modernisierungen setze der Stahlhersteller Großprojekte um, die sich über mehrere Jahre erstrecken. So hat das Unternehmen nach eigenen Angaben vor zwei Jahren eine zusätzliche Entstaubungsanlage für die Sinterbänder im Werkbereich Duisburg-Schwelgern in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr habe die Neuzustellung von Hochofen 9 begonnen. Beide Modernisierungen kosteten insgesamt etwa 60 Mio. Euro.

Allein die seit vergangenem Jahr laufenden Großprojekte am Standort Duisburg hätten einen Umfang von rund 600 Mio. Euro. Darunter fielen die Modernisierungen der Warmbandwerke 1 und 2, mit denen das Unternehmen seine Position bei Qualitätsflachstahl ausbaue. Neben verbesserten Prozessabläufen sei im Warmbandwerk 1 auch die Energieeffizienz der Anlage erhöht und der CO2-Ausstoß verringert worden. Die Ertüchtigung des Warmbandwerks 2 in Duisburg-Beeckerwerth werde 2014 fortgesetzt. Zudem habe das Unternehmen die Konverter 1 und 2 im Oxygenstahlwerk in Duisburg-Bruckhausen erneuert.

Größter Hochofen Europas wird nach 21 Jahren erneuert

Aktueller Schwerpunkt ist der Modernisierung die Neuzustellung des Hochofens 2 in Duisburg-Schwelgern, wie es heißt. Nach 21 Jahren Ofenreise werde der größte Hochofen Europas erneuert. Insgesamt wende Thyssen Krupp Steel Europe mehr als 200 Mio. Euro inklusive Demontage, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten auf, um das Aggregat auf den Stand der Technik zu bringen. Parallel zur Neuzustellung wird die Stranggießanlage im Oxygenstahlwerk Duisburg-Beeckerwerth modernisiert, wie der Stahlhersteller mitteilt.

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