Stahl

Thyssen-Krupp leidet unter schwachem Stahlmarkt

Seite: 2/4

Thyssen-Krupp will flexibler reagieren können

Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der Thyssen-Krupp AG, sagte: „Wir sind auf gutem Weg, unsere operativen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen. Mit der heutigen Ertragskraft des Konzerns können wir jedoch noch nicht zufrieden sein. Das Ziel unserer Strategischen Weiterentwicklung ist es, das Wertpotenzial des Konzerns erheblich zu verbessern.“

Alle Konzerngeschäfte müssten ihren Beitrag leisten. Steel Europe gehe mit seinem Optimierungsprogramm einen ersten konsequenten Schritt, um seine Position in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu verbessern und die geforderte Profitabilität und Kapitaleffizienz zu erreichen. „Und wir wollen als Konzern künftig deutlich schneller und flexibler auf veränderte Marktbedingungen reagieren können, um von den dynamischen Entwicklungen in den Wachstumsregionen der Welt stärker zu profitieren. Dafür schaffen wir mit dem Programm ACT ein neues Führungsmodell, in dem wir konzernweit effizienter und stärker vernetzt arbeiten werden“, kündigte Hiesinger an.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Business-Area Components Technology büßt deutlich beim EBIT ein

Bei der Business-Area Components Technology führten die im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung umgesetzten Desinvestitionen des letzten Geschäftsjahres zu einem strukturell geringeren Geschäftsvolumen im ersten Quartal 2012/2013, wie es heißt. Der Auftragseingang sei gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 % auf 1,3 Mrd. Euro gesunken, der Umsatz um 23 % auf 1,3 Mrd. Euro. Bereinigt um die Desinvestitionen sei der Auftragseingang um 9 %, der Umsatz um 6 % zurückgegangen.

Das bereinigte EBIT lag laut Mitteilung mit 42 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (103 Mio. Euro). Hier wirkten sich der wegfallende operative Gewinn von Waupaca, der Konjunkturabschwung in Westeuropa im Bereich der Komponenten für Pkw und schwere Nutzfahrzeuge sowie der Hochlauf der neuen Werke in China und Indien aus. Hinzu komme die anhaltend schwache Nachfrage im Windenergie- und Infrastrukturbereich.

Aufzugsgeschäft und Anlagenbau laufen bei Thyssen-Krupp gut

Elevator Technology erzielte im ersten Quartal 2012/2013 mit einem Auftragseingang von 1,6 Mrd. Euro (+10 %) und einem Umsatz von 1,5 Mrd. Euro (+14 %) zweistellige Wachstumsraten, wie der Konzern berichtet. Das bereinigte EBIT habe sich auf 169 Mio. Euro (Vorjahr: 142 Mio. Euro) belaufen. Diese Verbesserung sei sowohl auf einen gestiegenen Umsatz als auch auf positive Effekte aus den im Restrukturierungsmaßnahmen aus dem vergangenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Mit der am 31. Dezember 2012 abgeschlossenen Übernahme von Amco Elevator, USA, habe die Business-Area ihren Wachstumskurs fortgesetzt.

Plant Technology habe sich insbesondere im Chemieanlagenbau gut behauptet. In den ersten drei Monaten wurden nach Angaben von Thyssen-Krupp neue Aufträge im Wert von 1,8 Mrd. Euro gewonnen. Dies entspreche einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahreswert. Der Umsatz habe 1,0 Mrd. Euro erreicht und damit um 6 % über dem Vorjahreswert gelegen. Das bereinigte EBIT von 110 Mio. Euro habe abrechnungsbedingt unter dem hohen Niveau des Vorjahres (125 Mio. Euro) gelegen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:38049970)