Suchen

Energieeffizienz

Thyssenkrupp spart 45 Mio. Euro durch Energieeffizienz-Programm

| Redakteur: Stéphane Itasse

Thyssenkrupp Steel Europe hat ein neues Energieeffizienz-Programm gestartet, mit dem die Energiekosten an allen Standorten des Produktionsnetzwerks gesenkt werden sollen. Das Programm hat dazu beigetragen, dass der Stahlkonzern seit dem Jahr 2009 insgesamt 45 Mio. Euro bei den Energiekosten sparen konnte.

Firmen zum Thema

Wo viel Energie verbraucht wird, lohnen sich Investitionen in Energieeffizienz besonders, wie das Beispiel Thyssenkrupp zeigt. Bild: Thyssenkrupp
Wo viel Energie verbraucht wird, lohnen sich Investitionen in Energieeffizienz besonders, wie das Beispiel Thyssenkrupp zeigt. Bild: Thyssenkrupp
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Ergebnisse des neuen Energieeffizienz-Programms können sich sehen lassen, denn das bislang allein an den Standorten Siegerland, Bochum und Dortmund identifizierte Potenzial liegt bei rund 12,5 Mio. Euro und sorgt damit bis zum Ende der Umsetzungsphase im Jahr 2014 rechnerisch für 78.000 t weniger CO2-Ausstoß. Damit verbunden ist eine Verminderung des Energiebedarfs in Höhe von 300.000 MWh Strom, das entspricht dem jährlichen Strom- und Wärmeverbrauch von 10.000 Haushalten beziehungsweise dem CO2-Speichervolumen von insgesamt knapp 2,6 Mio. Bäumen.

Energieeffizienz-Verbesserungen vor allem bei Anlagen

Bei den Energiesparmaßnahmen handelt es sich zu 95% um anlagenbezogene Veränderungen, für die rund 8 Mio. Euro investiert werden müssen. So werden beispielsweise Verbrauchsstellen nach Betrieb automatisch abgeschaltet, die Bandtemperaturen der Beschichtungsanlagen reduziert, Hallenheizungen werden durch Erdgasheizungen ersetzt, Isolationen verbessert, die Kapazitäten von Pumpen in den Kühlungssystemen von Anlagen reduziert und das Kühlwasserrecycling intensiviert.

Aber auch einige Einzelmaßnahmen, die von jedem einzelnen Mitarbeiter aktiv unterstützt werden können – zum Beispiel eine bessere Regelung der Büroheizungen oder das „sparsame“ Öffnen von Werks- und Anlagentoren – bergen Verbesserungspotenzial beim Energiesparen.

Energieeffizienz-Programm verspricht weitere Millionen-Einsparungen

Unter Einbeziehung des Standorts Duisburg, wo mit der Umsetzung des Programms an zwei Anlagen erst im Dezember 2010 begonnen wurde, liegt das identifizierte Einsparpotenzial bislang sogar bei gut 14 Mio. Euro. Angesichts der Tatsache, dass in Duisburg eine ganze Reihe von energieintensiven Anlagen zur Stahlherstellung in der so genannten Flüssigphase betrieben wird, rechnen die Projektleiter hier noch mit weiterem Einsparpotenzial in Millionenhöhe.

„Wir sind stolz darauf, unter Einbeziehung des neuen Programms seit dem Jahr 2009 insgesamt die gewaltige Summe von knapp 45 Mio. Euro allein auf dem Energiesektor gespart zu haben“, sagt Dr. Ulrich Jaroni, Produktionsvorstand bei der Thyssenkrupp Steel Europe AG. „Unser neues Programm zur Energieeffizienzsteigerung ist langfristiger angesetzt, um systematisch den vor zwei Jahren eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die Ersparnis ist angesichts der weltweit immer weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreise nicht nur ein Gewinn für das Unternehmen, sondern auch die Umwelt profitiert davon.“ Das Programm wird als fester Bestandteil in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Thyssenkrupp Steel Europe AG übernommen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 375080)

Das könnte Sie auch interessieren SCHLIESSEN ÖFFNEN
Thyssenkrupp hat sich mit Tata Steel geeinigt, die Stahlaktivitäten in Europa zusammenzuschließen.
Stahlhersteller

Thyssenkrupp Steel und Tata Steel fusionieren

Die Thyssenkrupp-Geschäftsbereiche Millservices & Systems sowie Steel Europe haben im Oxygen-Stahlwerk 2 eine neue Anlage zum Längsteilen von Brammen in Betrieb genommen.
Thyssenkrupp

Brammen nach individuellen Wünschen bearbeitet

Thyssenkrupp hat mit Proweld eine Software geschaffen, die, wie es heißt, für diverse Schweißverfahren die optimalen Prozessparameter anhand des Werkstoffs, der Zusatzstoffe, der Blechdicke und der Nahtform berechnen kann. Das betreffe auch das Unterpulverschweißen, das im Bild zu sehen ist.
Thyssenkrupp Steel Europe

Software liefert stets die optimalen Schweißparameter für Stahl

Rainer Schroeer; Thyssenkrupp; Thyssenkrupp Steel Europe; Bild: Rasselstein; ; Archiv: Vogel Business Media; Schuler; Meusburger; picsfive - Fotolia; LVD; Bihler; Messe Essen; Eutect / Lebherz; Stefanie Michel; RK Rose+Krieger; Mack Brooks; Schall; J.Schmalz; Inocon; Zeller + Gmelin; Okamoto Europe; Autoform/Rath; Lantek; Simufact; IKT; Schöller Werk; Vollmer; Wirtschaftsvereinigung Stahl; © earvine95, pixabay; Esta; IFA; CWS; totalpics; Design Tech; Deutsche Fachpresse; Automoteam; MPA Stuttgart