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Dörken Topcoat mit optimierten Verschraubungseigenschaften

| Redakteur: Stefanie Michel

Bei der Umstellung von Chrom (VI)-haltigen auf Chrom (VI)-freie Oberflächen kam es in der Vergangenheit zu Problemen beim Verbau gegen KTL-beschichtete Bauteile. Diese sogenannten Stick-Slip-Effekte zeigen sich aktuell noch bei besonders schwierigen Anwendungen, zum Beispiel bei Verbindungselementen mit extremen Außenträgern.

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Des Weiteren führt der Einsatz von Leichtmetallen im Fahrzeugbau zu Problemen. Bei den Unterkopfauflagen für Schraubverbindungen reicht die Palette von Gussteilen über gefräste bis hin zu polierten Gegenlagen. Im Gewindebereich sind Einschraubtiefen in gefurchte Gewinde mit dreifachem Durchmesser zu bedienen. Hier führen hohe Reibzahlen beim Drehmoment/Drehwinkelanzug zu hohen Anzugsmomenten, die die Kontrollgrenzen und sogar die Kapazität der eingesetzten Schrauber überschreiten.

Der Topcoat Delta-Protekt VH 301.1 GZ wurde von Dörken für diese Szenarien entwickelt und erfüllt die Forderungen der neuen VW-Nrom 1131-1/2, wie den Zweifach-Anzug in die Streckgrenze gegen Aluminium oder den Fünffach-Anzug in KTL. In Kombination mit dem Zinklamellen-Basecoat Delta-Protekt KL 100 zeichnet sich das System durch Korrosionsstandzeiten von über 720 Stunden im Salzsprühtest aus und sorgt für eine höhere Beständigkeit gegen Bremsflüssigkeit, Öle und Reinigungsmittel. Laut Hersteller verbessert es die mechanischen Eigenschaften, verhindert die problematischen Stick-Slip-Effekte, erfüllt die Temperaturbeständigkeit bei 96 Stunden und 180 °C, erzielt bessere Haftungsergebnisse und sichert die Konstanthaltung der Reibwerte.

Die Reibungszahl nach DIN EN ISO 16047 liegt dabei - abhängig vom Schichtaufbau und der Geometrie des beschichteten Teils - zwischen 0,09 und 0,14 µges (VDA). Durch die besonders hohe mechanische Belastbarkeit der Korrosionsschutzschicht sind auch Mehrfachverschraubungen bei konstanten Reibzahlen möglich. Die Kraftschlüssigkeit der Schraubverbindung bleibt auch unter Hitzebelastung erhalten. Beim Warmlöseverhalten gemäß VW 1131-2 wird ein Wert > 0,06 erreicht.

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