Lasermarkieren Traceability-Markieranwendung einfach in die Produktion integriert

Autor / Redakteur: Johannes Riedmiller / M.A. Frauke Finus

Besonders in der Medizintechnik aber auch in anderen Branchen wird eine Rückverfolgbarkeit (Traceability) von Produkten immer wichtiger. Denn Unternehmen stehen vor der Herausforderung, gesetzliche Richtlinien und Qualitätsansprüche zu erfüllen. Einfach zu realisieren ist eine Traceability durch zuverlässige Markierungen.

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Der finnischen Markierspezialist 
Cajo legt bei seinen Lasermarkier-
lösungen den Fokus auf die 
metallverarbeitende Branche.
Der finnischen Markierspezialist 
Cajo legt bei seinen Lasermarkier-
lösungen den Fokus auf die 
metallverarbeitende Branche.
(Bild: Cajo)

Nicht nur vor dem Hintergrund der EU-Verordnung für Medizinprodukte in der Medizintechnikbranche, sondern auch in vielen anderen Brachen wird der Markt für Markierbedürfnisse in den nächsten Jahren wachsen. Lasermarkierungen ermöglichen eine Rückverfolgbarkeit der Produkte. Sie versetzen Hersteller in die Lage ihre Produkte dauerhaft und wartungsfrei zu markieren. Das Verfahren mit dem Laser ersetzt dabei die traditionelle Methoden, wie Tintenstrahl, Sticker oder Dot-peen.

Der finnischen Markierspezialist Cajo legt bei seinen Lasermarkierlösungen den Fokus auf die metallverarbeitende Branche. Auch Stahlunternehmen setzten dabei auf die Expertise von Cajo.

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Dauerhafte Markierungen auch in sehr heißer Umgebung

Eines der größten Stahlunternehmen in Europa kämpfte damit, eine Lösung für die Rückverfolgbarkeit seines Betonstahl-Herstellungsprozesses zu finden. Es war das Ziel, das Produkt in jeder Phase der Wertschöpfungskette (Stahlwerk, Walzen, Lagerung) identifizieren zu können und den Kunden „perfekte Aufträge” bieten zu können.

Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette kann in zwei Arten unterteilt werden: interne Rückverfolgbarkeit innerhalb der Anlagen des Herstellers und externe Rückverfolgbarkeit, wenn das Produkt die Produktionsanlage verlässt. Interne Rückverfolgbarkeit umfasst für gewöhnlich auch Rückverfolgbarkeitscodes an den Arbeitsstellen von Zulieferern innerhalb der Anlage des Herstellers. Die Dokumentation eines Produktes über die gesamte Kette hinweg ermöglicht es, sowohl dem Kunden als auch dem Unternehmen, über alle notwendigen Informationen zu verfügen, die im Falle von Abweichungen zur Bewältigung der Situation notwendig sind.

Die größte Herausforderung des Kunden war es, dauerhafte Markierungen zur Rückverfolgbarkeit auf heißen (100°C/212°F) Stäben aus Bewehrungsstahl zu erschaffen und die Probleme der Rückverfolgbarkeit zu überwinden, wenn die Produkte innerhalb der riesigen Produktionsanlage befördert werden, von einem Hersteller und Zulieferer zum Nächsten. Um Prozesssicherheit zu gewährleisten, muss der Betonstahl in jeder einzelnen Phase einen Trackingcode aufweisen, weshalb er während des Herstellungsprozesses mehrmals markiert werden muss. Dem Produktionsleiter der Anlage zufolge ist die Rückverfolgung der „Leim“, der die ganze Lieferkette zusammenhält: Immer, wenn die Stahlstange in kürzere Stück geschnitten wird, muss derselbe Code auf jedem neuen Stück markiert werden.

3116 numerische Zeichen in einem Rückverfolgungscode

Bisher verwendete das Unternehmen numerische Codes, die aufgedruckt wurden. Es wurde aber angestrebt, auf fortschrittlichere, maschinenlesbare Codes umzusteigen, die mehr Informationen enthalten können. Daher entschied man sich für Datenmatrizen (2D-Codes), um die Bauteile zurückzuverfolgen. Dies bedeutet, dass der Trackingcode ein zweidimensionaler Barcode ist, der eine große Menge an Informationen auf kleinem Raum beinhalten kann. Eine Datenmatrix kann bis zu 3116 numerische oder 2335 alphanumerische Zeichen enthalten oder die URL von Webseiten, die mit einem Handgerät gelesen werden kann und den Benutzer direkt mit der hinterlegten Website verbindet und so alle wichtigen Informationen bezüglich des Produktes und der Prozesse verfügbar macht.

Der Kunde zog in Erwägung, bedruckte Etiketten mit 2D-Codes zu verwenden, aber alle herkömmlichen Etikettenmaterialien zum Aufkleben schmelzen oder brennen in den hohen Temperaturverhältnissen in dieser Produktionsumgebung. Etiketten können auch versagen, wenn sie während der Verarbeitung Ölen und Chemikalien ausgesetzt werden oder indem sie während des Transports zerkratzt und abgewetzt werden.

Die Lösung bot schließlich Cajo Technologies und bestand in dem mehrfach integrierten System Cajo Tailor mit 100 W. Dieses Lasermarkiersystem ermöglicht es, äußerst haltbare, präzise Datenmatrizen direkt auf den Bauteilen aufzubringen und diese so zu markieren. Die Datenmatrizen der Bauteile sind in der gesamten Produktion und Lieferkette maschinenlesbar und unabhängig von den Umgebungsbedingungen oder der Oberflächenstruktur.

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