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Logistik-Software Transportmanagementsystem steuert die Anarbeitung von Stahl

| Autor / Redakteur: Annick vom Kolke / Bernd Maienschein

Bei der Eröffnung seines Standortes im Kreis Wesel hat ein im Stahlhandel tätiges Unternehmen eine hochmoderne Anlage installiert. Das automatische EDV-gesteuerte Anarbeitungszentrum für Stahlprofilträger ist weltweit einzigartig: Es lernt mit jedem Auftrag selbstständig dazu.

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Bild 2: Nach dem Durchlaufen der Strahlanlage ist vom braunen Rost nichts mehr zu sehen – und dank EDV-Steuerung kommen die Stahlträger automatisch sowohl in die als auch aus der Anlage.
Bild 2: Nach dem Durchlaufen der Strahlanlage ist vom braunen Rost nichts mehr zu sehen – und dank EDV-Steuerung kommen die Stahlträger automatisch sowohl in die als auch aus der Anlage.
(Bild: G. Elsinghorst)

Es ist eine echte Weltneuheit: Das erste automatische EDV-gesteuerte Anarbeitungszentrum für Stahlträger bringt fortan Auftrag um Auftrag zum Abschluss. Eine derartige Innovation mitten im Kreis Wesel? Kein Zufall. Die Standortvorteile für das neue Logistikzentrum der G. Elsinghorst Stahl und Technik GmbH waren schlichtweg optimal. Da musste nicht lang überlegt werden, schnell stand der Entschluss für die 60.000 m² große Fläche, nur 800 m vom Hafen Emmelsum entfernt, fest. Ein Grundstück wurde erworben, das insbesondere die Voraussetzung eines eigenen Gleisanschlusses erfüllte und außerdem ausreichend Platz für weiteres Wachstum lässt.

Die Maschinen und der Stahltransportlaufen völlig automatisch

Die beiden frisch errichteten Hallenschiffe sind je 164 m lang und 32 m breit. Ihr Herzstück bildet das einzigartige Transportmanagementsystem. Der Wunsch ging dahin, Maschinen und den Transport des Gutes innerhalb der Hallen automatisch laufen zu lassen, um damit die Aufträge so effizient wie nur möglich bearbeiten zu können. Die Lösung: modernste EDV-Technik aus dem Hause Behringer, die einen praktisch mannlosen Ablauf ermöglicht. Damit reagiert Elsinghorst auf die bedenklichen Entwicklungen im Fachkräftebereich sowie grundsätzlich auf die sinkende Zahl der Nachwuchskräfte, mit der die Stahlbranche zu kämpfen hat. Weniger Personal verlangt eben umso mehr Technik. Natürlich setzt man weiterhin auf qualifizierte Ausbildungsangebote sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, doch Investitionen in die Technik sind von ebenso großer Bedeutung.

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Betrieb begann planmäßig im Frühjahr 2012

8 Mio. Euro war dem Unternehmen der neue und damit vierte Standort bisher wert. Um diesen überhaupt zu finden, stand dem 180-Mann-Betrieb neben der Stadt Voerde mit Bürgermeister Leonard Spitzer die Entwicklungsagentur Wesel (EAW) zur Seite, allen voran Rainer Weiß.

Nach Bekanntwerden der Expansionspläne bot die EAW die Fläche in Voerde-Spellen an. Sie verfügt über eine sehr gute Infrastruktur, bietet Platz für künftige Entwicklungen und ist damit für ein Logistikunternehmen genau das Richtige. 2007 fanden die ersten Gespräche statt, im Frühjahr 2012 erreichten die ersten zu bearbeitenden Stahlprofilträger die niederrheinischen Produktionshallen. Der Betrieb konnte planmäßig beginnen.

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