Nano und Material Symposium Trends der Magnesium-Leichtbauwerkstoffe von der Verarbeitung bis zur Anwendung

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Magnesium-Leichtbauwerkstoffe finden besonders großes Anwendungspotenzial in den Branchen des Transportwesens. Ob im Automobilbereich, im Luft- und Raumfahrt-Sektor oder auch im Maschinenbau. Sie kombinieren die wesentlichen Vorzüge metallischer Werkstoffe mit einer Dichte, die der von faserverstärkten Kunststoffen entspricht. Im Vergleich zu auf Stahl oder Aluminium basierenden Bauweisen sind Masseeinsparungen von mehr als 50% beziehungsweise 30% möglich.

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Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Rudolf Kawalla, TU Bergakademie Freiberg, präsentiert das Topthema der umformbaren Magnesiumwerkstoffe am 25. - 26. November 2015 in Salzgitter.
Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Rudolf Kawalla, TU Bergakademie Freiberg, präsentiert das Topthema der umformbaren Magnesiumwerkstoffe am 25. - 26. November 2015 in Salzgitter.
(Bild: LI NMN e.V.)

Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Rudolf Kawalla, seit 1999 Professor für Umformtechnik und Direktor des Instituts für Metallformung der an der TU Bergakademie Freiberg ist zu Gast auf dem 8. NMN Symposiums am 25. und 26. November 2015 in Salzgitter und spricht über „aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet umformtechnisch erzeugter und verarbeiteter Magnesium-Leichtbauwerkstoffe“. In seinem Vortrag (Session „Neue Materialien) geht Prof. Kawalla auf Magnesiumlegierungen ein, die als leichteste metallische Konstruktionswerkstoffe hervorragende Anwendungspotenziale für den Industriellen Leichtbau finden. Prof. Kawalla erläutert hierzu: „In Form von gegossenen Komponenten sind Magnesiumwerkstoffe bereits heute weit verbreitet. Im Gegensatz dazu wird das ebenso große Potenzial umformtechnisch erzeugter Magnesiumbauteile (Blechvormteile, Profile, Schmiedestücke) aktuell noch kaum ausgeschöpft, was hauptsächlich auf den Mangel an geeigneten Technologien und Produktionskapazitäten zurückzuführen ist. Den Innovationsbündnissen TeMaK und TeMaKplus ist es gelungen, eine komplexe Technologieplattform für die Herstellung und Verarbeitung von umformbaren Magnesiumwerkstoffen aufzubauen und umfassende Prozessketten für die industrielle Herstellung von Magnesiumbauteilen darzustellen. Damit wird eine hochproduktive, weitgehend automatisierte Verarbeitung von Magnesiumblech und -band ermöglicht, mit der sich Magnesiumbauteile zu konkurrenzfähigen Kosten herstellen lassen.“

Zu hören ist der Vortrag sowie weitere Themen auf dem 8. Nano und Material Symposium Niedersachsen. Unter dem Leitthema „Material- und Prozessinnovationen für eine ressourcenschonende Mobilität“ präsentieren mehr als 20 Experten der Nano und Materialbranche am 25. und 26. November aktuelle Entwicklungen, Projekte aber auch Herausforderungen in diesem Zielfeld. Die Beiträge sind thematisch in drei Parallel-Sessions „Neue Materialien“ „Leichtbau“ und „Oberflächen“ gegliedert.

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