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Trumpf erlebt deutlich schwächeres Wachstum

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Trumpf Gruppe muss zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2015/16 am 30. Juni 2016 ein deutlich schwächeres Wachstum als zuletzt hinnehmen: Der Umsatz stieg um nur noch 3 %, wie der Ditzinger Werkzeugmaschinenhersteller am Montag mitteilt. Der Wert beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen auf 2,8 Mrd. Euro, nach 2,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang liege mit 2,8 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau.

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„Angesichts der globalen Rahmenfaktoren ist dieses Ergebnis zufriedenstellend“, sagt Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Trumpf-Geschäftsführung.
„Angesichts der globalen Rahmenfaktoren ist dieses Ergebnis zufriedenstellend“, sagt Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Trumpf-Geschäftsführung.
(Bild: Trumpf/Moro)

„Wir konnten zwar nicht an das starke Umsatzwachstum des vergangenen Geschäftsjahres anknüpfen“, resümiert Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Trumpf Geschäftsführung. „Angesichts der globalen Rahmenfaktoren ist dieses Ergebnis aber zufriedenstellend.“ In diesem Zusammenhang führte sie neben der Konjunkturschwäche in China und Brasilien die Sanktionen gegen Russland sowie die Stärke des Schweizer Franken an. Trumpf habe im abgelaufenen Jahr dennoch Zukunftsinvestitionen wie die Entwicklung neuer Maschinen und Geschäftsmodelle sowie die bauliche Erweiterung von Standorten vorangetrieben, sagte sie.

Trumpf wächst in Europa und büßt in China ein

Als Gründe für das Umsatzplus nennt das Unternehmen die Entwicklung einiger Regionalmärkte. So habe Trumpf in Spanien einen Zuwachs im zweistelligen Bereich erzielt. Auch in Frankreich sei der Umsatz im zweistelligen Bereich gestiegen und habe wieder das Vorkrisenniveau erreicht. In Deutschland wuchs der Umsatz um rund 5 % auf knapp 600 Mio. Euro.

Deutliche Umsatzgewinne konnte Trumpf nach eigenen Angaben auch in Japan und der Region Asien-Pazifik erzielen. In China habe sich die konjunkturelle Dynamik hingegen abgekühlt. So summierten sich die Umsatzerlöse dort nach vorläufigen Berechnungen auf rund 360 Mio. Euro, was einem Minus von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (369 Mio. Euro).

Brexit berührt Trumpf bisher nicht

Durch die jüngste Brexit-Entscheidung sieht Trumpf das Geschäft in Großbritannien bislang nicht nachhaltig gefährdet. Das Unternehmen erwirtschaftet mit einer Vertriebsgesellschaft (90 Mitarbeiter) rund 55 Mio. Euro Jahresumsatz in Großbritannien. Seit 2008 produziert Trumpf mit der Tochter SPI auch Laser auf der Insel (300 Mitarbeiter, rund 70 Mio. Euro Umsatz), die weltweit verkauft werden. „Wir beobachten den Markt seit dem Referendum besonders aufmerksam“, sagt die Trumpf-Chefin. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist bislang aber ungebrochen.“

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