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Werkzeugmaschinen/Software

Trumpf steigert Umsatz mit zweistelliger Rate

| Autor: Stéphane Itasse

Der Anbieter von Werkzeugmaschinen und Software Trumpf hat im Geschäftsjahr 2016/17 am 30. Juni 2017 seinen Umsatz um 10,8 % auf 3,1 Mrd. Euro erhöht (Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Mrd. Euro). Beim Auftragseingang verzeichneten die Ditzinger laut eigener Mitteilung vom Donnerstag sogar einen Wert von 3,4 Mrd. Euro nach 2,8 Mrd. Euro im vorherigen Geschäftsjahr. Das entspricht einem Plus von 21,1 %.

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Die Gruppengeschäftsführung von Trumpf (von links): Dr. Lars Grünert, Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Dr. Peter Leibinger, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr. Mathias Kammüller und Dr. Christian Schmitz.
Die Gruppengeschäftsführung von Trumpf (von links): Dr. Lars Grünert, Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Dr. Peter Leibinger, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr. Mathias Kammüller und Dr. Christian Schmitz.
( Bild: Trumpf )

Wichtigster Markt warr Deutschland mit 642 Mio. Euro Umsatz vor den USA (416 Mio. Euro ), gefolgt von China (398 Mio. Euro). Besonders stark wuchs Trumpf in Südkorea, dank Kunden aus der Elektronikindustrie. Hier stieg der Umsatz um 57 % auf 209 Mio. Euro. Damit war Südkorea im abgelaufenen Geschäftsjahr der viertstärkste Einzelmarkt für den Werkzeugmaschinenhersteller weltweit.

Südkoreas Elektronikindustrie bringt Trumpf viele Aufträge

In Europa erzielten vor allem Italien (plus 34 % gegenüber Vorjahr) sowie die Niederlande (plus 55 % gegenüber Vorjahr) hohe Einzelumsätze. Im Falle der Niederlande schlug das EUV-Geschäft mit dem Chiphersteller ASML positiv zu Buche. Die Ditzinger liefern Laser an ASML, die mithilfe ultravioletter Strahlung Oberflächen von Chips für die Computerindustrie belichten.

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Bei der Tochtergesellschaft Hüttinger in Freiburg wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatz von 118 Mio. Euro erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von 52 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter gruppenweit wuchs um 6 % auf rund 12.000.

Grund für das Wachstum der Gruppe ist laut Unternehmen eine starke Weltkonjunktur. „Wir konnten unsere Planung in vielen Märkten übertreffen, wozu alle unsere Produkte gleichermaßen beigetragen haben“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung. „Aber uns ist bewusst, dass das Investitionsklima derzeit auch exogenen Effekten wie dem Eurokurs und den Rohstoffpreisen zuzuschreiben ist.“

Investitionen in Softwareplattform Axoom und Gebäude

Investiert hat Trumpf im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Entwicklung der Geschäftsplattform Axoom sowie die bauliche Erweiterung von verschiedenen Standorten. Beispiele sind Produktions- und Vertriebsgebäuden in Warschau und Neukirch/Sachsen sowie das Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von 35 Mio. Euro und die Errichtung einer Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago. Der 13 Mio. Euro teure Bau soll am 12. September 2017 in Beisein der Gruppengeschäftsführung eröffnet werden.

Die Gruppe habe zudem eine neue Organisationsstruktur mit veränderten personellen Schwerpunkten geschaffen, um zukunftsträchtige Verfahren wie EUV und Additive Fertigung sowie die digitale Transformation voranzutreiben. Das Unternehmen hatte bereits im April mitgeteilt, die Gruppengeschäftsführung zum 1.7.2017 zu erweitern und die Aufgaben neu zu verteilen.

Mit Blick auf die politischen Entwicklungen und deren Einfluss auf die Märkte verwies Leibinger-Kammüller darauf, dass es bislang kaum Auswirkungen auf das Geschäft in Europa und Übersee gäbe. „Die politische Situation stellt sich vielerorts anders als die ökonomische dar. Kunden und Lieferanten haben offenkundig gelernt, sich auf die gewachsene Volatilität durch ein hohes Maß an Flexibilität einzustellen.“

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