Lasertechnik Trumpf zeigt auf der EMO 2011 Lasersysteme für Mobilität und Ressourcenschonung

Redakteur: Rüdiger Kroh

„Wir möchten den EMO-Besuchern bewusst machen, dass das Werkzeug Laser Lösungen für viele gesellschaftliche Megatrends zu bieten hat“, fasst Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, Vorsitzender des Trumpf-Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, das Konzept des Messestands zusammen. So können die Messebesucher Wettbewerbe im Lasertischfussball bestreiten und jede Menge Laser-Anwendungen begutachten.

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Der Laser hat eine wichtige Rolle im Zukunftsfeld Elektromobilität: Er schneidet Kunststoffe und hochfeste Werkstoffe zur Gewichtsreduzierung oder schweißt Batteriekomponenten. Bild: Trumpf
Der Laser hat eine wichtige Rolle im Zukunftsfeld Elektromobilität: Er schneidet Kunststoffe und hochfeste Werkstoffe zur Gewichtsreduzierung oder schweißt Batteriekomponenten. Bild: Trumpf
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die im Kreis angeordneten Exponate erinnern aus der Ferne an einen CO2-Laserresonator“, erklärt Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Vorsitzender des Trumpf-Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge. „Inhaltlich machen sie deutlich, dass der Laser bei Themen wie Mobilität, Ressourcenschonung und Gesundheit eine wichtige Rolle spielt und bei einer Vielzahl von Produktionsschritten vorteilhaft eingesetztwerden kann.“

Trumpf präsentiert lasergeschweißte Zellverbinder an Batterieblöcken

Ein Laser-Anwendungsbeispiel aus der Mobilität ist die Herstellung von Batteriekomponenten für Elektroautomobile. Erstmals seien lasergeschweißte Zellverbinder an Batterieblöcken zu begutachten. Diese verbinden einzelne Batteriezellen und gewähren damit den Stromfluss über die Zellen hinweg. Der Zellverbinder kann aus einer Kupfer-Aluminium-Schweißverbindung bestehen.

Bei diesem komplexen Verfahren wird Kupfer aufgeschmolzen und in das Aluminium-Bauteil eingepresst. Auch in anderen Bereichen leistet die Lasertechnik einen wichtigen Beitrag zur emissionsfreien Mobilität, sei es durch die Herstellung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen-Stacks oder beim Schneiden hochfester Werkstoffe zur Gewichtsreduzierung.

Ein besonders auffälliges Exponat ist laut Trumpf ein Tiefziehwerkzeug, mit dem beispielsweise die B-Säule an der Rohkarosse eines VW gefertigt wird. Weil durch Laser-Auftragsschweißen eine harte Schutzschicht auf die stark genutzte Oberfläche des Werkzeugs aufgetragen wird, kann die Pressform aus einem Gusswerkstoff bestehen und mit oberflächennahen Kühlkanälen versehen werden, heißt es weiter. Die so gewährleistete effiziente Abkühlung des Werkstücks verkürze die Zykluszeit pro Bauteil bei einer gleichzeitig sehr hohen Standzeit der Pressform. Auf diese Weise würden Ressourcen geschont und der Kohlenstoffdioxidausstoß verringert.

OP-Tisch Tru-System 7500 wird auf Trumpf-Maschinen gefertigt

Ein weiteres Beispiel ist die Instandsetzung von sicherheitsrelevanten Bauteilen, die bereits bei beginnendem Verschleiß ausgetauscht werden müssen. Durch gezielte, punktuelle Reparatur mittels Auftragschweißen können beispielsweise hochwertige Turbinenschaufeln aus Titan in den Nutzerkreislauf zurückgeführt werden, betont das Unternehmen.

Am OP-Tisch Tru-System 7500, der auf Trumpf-Maschinen gefertigt wird, zeigt sich nicht nur, wie sauber Laser arbeiten. Der Tisch macht laut Trumpf auch deutlich, dass eine konsequente Umsetzung der Prozesskette Blech erheblich Ressourcen einsparen kann. Aufgrund der geringen Schmelze und Wärmeeinbringung beim Laserschweißen sei der Verzug im Vergleich zu konventionellen Verfahren erheblich reduziert, heißt es. Eine Nacharbeit sei daher meist nicht nötig und die Nähte seien sehr belastbar.

Trumpf GmbH + Co. KG auf der EMO 2011: Halle 12, Stand C72

Mehr zur EMO 2011 finden Sie in unserem Online-Special.

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