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Werkzeugmaschinen Ucimu fordert stärkere Anreize für das Produktionsgewerbe

| Redakteur: Claudia Otto

2013 fielen die Ergebnisse der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automatisierungssystemen niedriger als erwartet aus. Rückgänge gab es bei Produktion, Export, Verbrauch und Lieferungen, so der Verein italienischer Werkzeugmaschinenhersteller Ucimu-Sistemi per Produrre. Dennoch konnte die italienische Branche, sich erneut als weltweit drittgrößter Exporteur behaupten.

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Ucimu-Präsident Luigi Galdabini: „Ucimu schlägt Maßnahmen zur Förderung der Modernisierung von Produktionsmaschinen in Italien und Europa vor.”
Ucimu-Präsident Luigi Galdabini: „Ucimu schlägt Maßnahmen zur Förderung der Modernisierung von Produktionsmaschinen in Italien und Europa vor.”
(Bild: Ucimu )

Die Produktionszahlen gingen um 7 % zurück und beliefen sich auf insgesamt 4487 Mio. Euro. Dieses Ergebnis wurde durch einen 6,5 %-igen Exportrückgang mit Ausfuhren in Höhe von 3385 Mio. Euro sowie durch Einbrüche beim Verbrauch beeinflusst, der im Vergleich zum Vorjahr um 2 % sank (2047 Mio. Euro). Das Verhältnis zwischen Exporten und Produktion erreichte 75,4 %. Wichtigster Absatzmarkt war 2013 erneut China, gefolgt von den USA, Deutschland, Russland, Frankreich und Brasilien. Der durch Einfuhren befriedigte Anteil am Verbrauchsbedarf stieg von 42,3 % (2012) auf 46,1 % (2013).

Aufschwung für 2014 erwartet

Wie aus den Prognosen des Forschungszentrums für Unternehmertum von Ucimu hervorgeht, wird für 2014 mit Wachstum für die italienische Werkzeugmaschinenbranche gerechnet. Den Schätzungen nach sollten die Produktionszahlen um 4,4 % auf 4685 Mio. Euro und die Ausfuhren um 4,7 % auf 3545 Mio. Euro steigen. Auch der Binnenverbrauch soll erneut schwarze Zahlen schreiben und einen 3,3 %-igen Anstieg auf 2115 Mio. Euro verbuchen, welcher sich positiv auf die Lieferungen italienischer Hersteller auswirken werde, die um 3,4 % auf 1140 Mio. Euro wachsen sollten. Die Einfuhren werden ebenfalls zulegen (+3,3 %), wobei das Verhältnis zwischen Importen und Verbrauch stabil bleibe. Das Verhältnis zwischen Exporten und Produktion soll auf 75,7 % steigen.

Die allgegenwärtige Wirtschaftskrise hat jedoch den Erwerb von Produktionstechnik in Italien vollständig gelähmt. Die Tatsache, dass veraltete Maschinen nicht ersetzt werden sowie die zunehmende Anschaffung neuer Systeme seitens der Wettbewerber in den Schwellenländern bereitet den Italienern Sorgen, dass die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Industrie auf der globalen Bühne einbüßen könnte. Ucimu-Präsident Luigi Galdabini betont in diesem Zusammenhang: „Wir begrüßen die Neufassung des Sabatini-Gesetzes und die Steuergutschrift für Unternehmen, die in Technologie investieren, jedoch sind stärkere Anreize für das Produktionsgewerbe dringend notwendig. Ucimu schlägt Maßnahmen zur Förderung der Modernisierung von Produktionsmaschinen in Italien und Europa vor.“

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