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Übernahmeturbulenzen verschlechtern Umsatzprognose

| Redakteur: Simone Käfer

Anscheinend verunsicherten die Übernahmeverhandlungen mit GE die Kunden des Unternehmens aus der metallischen additiven Fertigung. Ihre Aufträge wanderten ins kommende Jahr. Doch SLM Solutions ist trotz der korrigierten Geschäftsprognose das Unternehmen zuversichtlich.

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SLM Solutions korrigert seine Prognose der Geschäftszahlen für 2016. CEO Rechlin schreibt die schlechtere Prognose der nicht stattgefunden Übernahme durch GE zu.
SLM Solutions korrigert seine Prognose der Geschäftszahlen für 2016. CEO Rechlin schreibt die schlechtere Prognose der nicht stattgefunden Übernahme durch GE zu.
(Bild: SLM Solutions)

SLM Solutions, Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnik, passt seine ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2016 an die veränderten Rahmenbedingungen an. Diese ergaben sich durch die gescheiterten Übernahmeverhandlungen im zweiten Halbjahr. Der Unternehmensumsatz wird auf Jahressicht vermutlich weniger stark als der Markt wachsen. Die ursprüngliche Prognose der Steuerungskennzahlen war von Skaleneffekten ausgegangen, die nun nicht im angestrebten Maß im Berichtsjahr 2016 realisiert werden können.

Markus Rechlin, CEO der SLM Solutions Group AG, kommentiert: „Der Übernahmeversuch von General Electric und die damit einhergehende Verunsicherung der Märkte haben einerseits dazu geführt, dass sich Kundenprojekte ins nächste Jahr verschoben haben. Andererseits sehen wir den Übernahmeversuch als klare Bestätigung für die Bedeutung unserer additiven Fertigungstechnik und für die hervorragende Positionierung von SLM Solutions. Mittelfristig erwarten wir deshalb positive Effekte für unser Unternehmen. Zuversichtlich stimmt uns dabei auch das positive Feedback produktionsorientierter Kunden.“

Produktion, Vertrieb und F&E werden weiter ausgebaut

Mit einem Umsatz im Korridor von 75 bis 80 Mio. Euro erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht ein Wachstum von 13 bis 21 % gegenüber dem Vorjahr. Vorher lag die Prognose bei 85 bis 90 Mio. Euro. Da das Unternehmen die Verunsicherung seiner Kunden als vorübergehend einschätzt und in den nächsten Jahren weiteres starkes Wachstum erwartet, setzt das SLM Solutions den seit dem Börsengang forcierten Ausbau von Organisationsstrukturen in Produktion, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung weiter fort.

Aufgrund des geringeren Umsatzwachstums wird sich die gestiegene Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2016 auf die Personalaufwandsquote auswirken, die nun über dem Vorjahr erwartet wird. Dies sieht SLM Solutions als Investition in die Zukunft: Trainings- und Einarbeitungszeiten führen mit einiger Verzögerung zu einer ansteigenden Produktivität. Die Materialaufwandsquote wird auf Vorjahresniveau erwartet.

Das geringere Umsatzwachstum sowie die beschriebenen Kosteneffekte führen im Zusammenspiel mit gewährten Rabatten beim Abverkauf älterer Demomaschinen in der ersten Jahreshälfte 2016 nach aktueller Einschätzung des Vorstands zu einer reduzierten bereinigten EBITDA-Marge, die für 2016 nun im positiven einstelligen Bereich prognostiziert wird.

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