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Lectra Ultrapräziser Schneidkopf macht Kunstlederbearbeitung noch günstiger

Redakteur: Peter Königsreuther

Lectra ist ein führender Player bei integrierten Lösungen (Software, CAD/CAM und ergänzende Services). Die eingetragene Marke „Vector“ ist speziell ausgerichtet auf die Stoff-, Leder-, Textil- und Verbundwerkstoffindustrie, erklärt Lectra. Das Schneidsystem Vectorauto iX6 habe der Hersteller jetzt so optimiert, dass er noch produktiver arbeitet.

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Dem Vectorauto iX6 hat der Hersteller Lectra jetzt ein Verbessrungspaket angedeihen lassen. Unter anderem soll das mehrlagige Schneiden von Kunstleder oder anderen synthetischen Materialien noch besser klappen.
Dem Vectorauto iX6 hat der Hersteller Lectra jetzt ein Verbessrungspaket angedeihen lassen. Unter anderem soll das mehrlagige Schneiden von Kunstleder oder anderen synthetischen Materialien noch besser klappen.
(Bild: Nicolas Louis)

Lectra hat den Vectorauto iX6, der für den Zuschnitt von Kunstleder und synthetischen Materialien konzipiert ist, jetzt neu ausgestattet. Mit einem ultrapräzisen Schneidkopf ließen sich Teile für den Kfz-Innenraum- und Sitzkomponenten noch akkurater zuschneiden. Das Risiko des Verschmelzens von Materialschichten ist laut Lectra jetzt minimal, sodass auch mehr Lagen in einem Vorgang geschnitten werden können. Der Vorteil für den Anwender seien 20 % mehr Zuschnittskapazität im Vergleich zu anderen Maschinenmodellen am Markt. Durch eine Schnittbildoptimierung werden die Abstände zwischen den Zuschnitten außerdem verringert. Die optimierte Zuschnittlösung erziele dadurch eine um bis zu 3 % höhere Materialeffizienz.

Kunstleder schont Ressourcen

Das japanische Unternehmen Ark, das Zuschnitte für Autositze herstellt, konnte laut Lectra mit der angepassten Konfiguration sein Produktionsvolumen deutlich steigern. „Die hohe Schnittgenauigkeit, die durch die perfektionierte Messersteuerung des Vector iX6 erreicht wird, ermöglicht uns eine Steigerung unserer Produktionskapazität um fast 20 %“, so Ark-Präsident Kiichi Mizoue.

Die Knappheit an Rindsleder hält nach wie vor den Rohmaterialpreis hoch. Deshalb stiegen immer mehr Automobilzulieferer auf Lederimitate um. Neue Kunstledervarianten und anderen Synthetik-Materialien werden bei den Verbrauchern, insbesondere in Asien, immer beliebter,heißt es. Sie seien günstiger und außerdem widerstandsfähiger bei extremen Temperaturen und Feuchtigkeitseinflüssen. Diese neu entwickelten Synthetik-Materialien stellen die Hersteller aber auch vor große Herausforderungen, etwa bei der Verarbeitung in Kopfstützen und Armlehnen. Für die immer ausgefalleneren Sitz-Designs werden stetig komplexere Formen und kleinere Teile benötigt. Die erforderlichen Abstände beim Zuschnitt nehmen zu und führen zu zusätzlichem Materialaufwand, erklärt Mizue.

Fast maximale Maschinenverfügbarkeit möglich

Zudem beschränken herkömmliche Stoffzuschnitt-Lösungen aufgrund des Risikos des Verschmelzens die Anzahl der Lagen pro Zuschnittvorgang. Mit dem neuesten Vector-Modell von Lectra könnten diese Herausforderungen bewältigt werden. Weitere Vorteile der neuen Technologie sind die vorausschauende Wartung, die im Idealfall eine Maschinenverfügbarkeit von 98 % gewährleistet – unterstützt von der Eclipse-Funktion, die einen kontinuierlichen Zuschnitt bei gleichzeitigem Materialvorschub ermöglicht, so Lectra. „Wir freuen uns, dass wir unsere Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auch angesichts strengerer Marktanforderungen demonstrieren können“, betont Céline Choussy Bedouet, Chief Marketing and Communications Officer bei Lectra. Die hoch spezialisierte Lösung erfülle neue Kundenbedürfnisse, die aus einem stärker werdenden Trend entstanden seien. MM

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