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Euromold Umfassendes Messekonzept bringt Erfolg

| Redakteur: Frank Fladerer

Die Euromold versteht sich als Forum für den gesamten Werkzeug- und Formenbau. Vom 5. bis 8. Dezember findet in den Frankfurter Messehallen die 14. Auflage der Messe statt. Rund 1700 Aussteller aus 45 Ländern und über 60 000 Fachbesucher aus 85 Ländern werden erwartet.

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Die gesamte Prozesskette des Werkzeug- und Formenbaus nimmt die Euromold dieses Jahr wieder in den Blick - vom Entwurf mittels CAD/CAM-Systemen bis zur Nachbearbeitung. Bild: Demat
Die gesamte Prozesskette des Werkzeug- und Formenbaus nimmt die Euromold dieses Jahr wieder in den Blick - vom Entwurf mittels CAD/CAM-Systemen bis zur Nachbearbeitung. Bild: Demat
( Archiv: Vogel Business Media )

Vom Design über den Prototyp bis zur Serie, so lautet das Motto und zugleich das Messekonzept, mit dem sich die Euromold einen festen Platz im Messekalender erobert hat. Die vertretenen Fachbereiche reichen von Beschichtung über Design, Rapid Prototyping & Tooling, Werkzeugmaschinen bis Zubehör. Dieses umfassende Konzept, das eine Brücke zwischen Industriedesignern, Produktentwicklern, Verarbeitern, Zulieferern und Anwendern schlägt, ist für Messechef Eberhard Döring ein Hauptgrund für den anhaltenden Erfolg. Dörings Ziel für die 14. Euromold: „Wir wollen die Marke von 1700 Ausstellern knacken.“

Dass die Ausstellung dabei wieder eine internationale Veranstaltung werden wird, steht außer Zweifel: Im vergangenen Jahr kam mehr als ein Viertel (28%) der 60000 Besucher aus dem Ausland. Die Ausstellerbeteiligung aus dem Ausland belief sich sogar auf 38,8%.

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Trotz des internationalen Zuspruchs versteht sich die Euromold primär als Forum für den heimischen Markt. Die Verantwortlichen machen sich bewusst für den deutschen Werkzeug- und Formenbau stark. Willi Schmid, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), erklärt: „Wir sind wieder frech geworden.“

Einer der Höhepunkte der Messe soll ein „Mold & Die Center“ in Halle 6.0 werden, das in diesem Jahr erstmalig vertreten ist. Dort zeigen ausgewählte Unternehmen einen kompletten Produktionsablauf entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wobei hochautomatisierte Werkzeuge und Maschinen eingesetzt werden.

careers4engineers“ bringt junge Absolventen mit zukünftigen Arbeitgebern in Berührung

Ebenfalls zum ersten Mal wird das Karriereforum „careers4engineers“ veranstaltet. Die Karriereplattform für Ingenieure soll am 7. und 8. Dezember junge Absolventen mit zukünftigen Arbeitgebern in Verbindung bringen. Der Veranstalter will damit Nachwuchs-Ingenieuren einen umfassenden, branchenübergreifenden Überblick über die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder geben. Im Rahmenprogramm ist außer einer Podiumsdiskussion und Workshops auch eine Karriereberatung vorgesehen. Angesiedelt ist das Forum im Foyer zwischen Halle 5.1 und Halle 6.1.

Mit der räumlichen Anordnung der „careers4engineers“ wird ein Bezug zu den präsentierten Hochschulinnovationen geschaffen, die in Halle 5.1 auf der Sonderfläche Campus zu sehen sein werden. Hier zeigen Fachhochschulen, Technische Hochschulen und Universitäten im Rahmen eines Technologietransfers Forschungsergebnisse und innovative Entwicklungen entlang der Prozesskette. In der Halle 6.1 findet erneut das Design- und Engineeringforum statt, ebenso das Forum Medizintechnik, dem erstmalig der Bereich Werkstoffe zugeordnet wird.

Materialeffizienzpreis wird auf der Euromold verliehen

Ein weiterer Wettbewerb bildet einen anderen Höhepunkt der Euromold: Auch in diesem Jahr wird in Frankfurt auf dem Werkstoff-Forum wieder der Materialeffizienzpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie verliehen. Nach Expertenschätzungen liegt in diesem Bereich ein Einsparpotenzial von durchschnittlich 20%. Die Bundesregierung hat den mit 10 000 Euro dotierten Preis ausgelobt, um für das noch weitgehend unbeachtete Thema zu sensibilisieren.

Um einen Wettbewerb geht es auch in Halle 8.0. Und zwar um den Wettbewerb „Excellence in Production“, der vom WZL der RWTH Aachen und dem Fraunhofer IPT veranstaltet wird und der auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft präsentiert wird. Die jährliche Auszeichnung „Werkzeugbau des Jahres“ findet bereits zum vierten Mal statt. Mit dem Preis werden Unternehmen des Werkzeug- und Formenbaus ausgezeichnet, die eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit beweisen.

Rapid-Prototyping-Konferenz untersucht die wachsenden Möglichkeiten des Rapid Prototyping

Zum Rahmenprogramm der Messe gehören neben zahlreichen Vorträgen auch vier internationale Konferenzen, darunter die jährlich stattfindende Rapid-Prototyping-Konferenz der Wohlers Association (USA), die am Freitag, 7. Dezember, die wachsenden Möglichkeiten in dem Bereich des Rapid Prototyping untersuchen will. Ort ist Raum Symmetrie 2, Halle 8.1. Am Mittwoch, 5. Dezember, steht im Raum Europa der Halle 4.0 erst der chinesische, einen Tag später dann der indische Werkzeugbau auf dem Prüfstand. Die Synergiebörsen sollen den Teilnehmern Marktinformationen über die chinesische und indische Werkzeug- und Formenbauindustrie geben sowie Erfahrungsberichte von Unternehmen weitergeben.

Die vierte der internationalen Konferenzen wird am 6. Dezember die von der Society of Plastics Engineers (SPE) organisierte Konferenz „Optimization of Life Cycle Costs within Injection Moulding“ sein, bei der es um Resultatsverbesserungen beim virtuellen Spritzgießen geht. Diese Konferenz wird ebenfalls im Raum Symmetrie 2 der Halle 8.1 abgehalten.

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