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T&F – Institute Tools and Forming

Umformtechnische Grundlagen nichtrostender Edelstähle

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Nicht rostende Edelstähle gelten in der Umformtechnik noch immer als Exoten. Die Geheimnisse lüften, dazu tritt Prof. Dr.-Ing. Ralf Kolleck, Leiter des T&F – Institute Tools and Forming der TU Graz mit seinem Angebot zum Thema Edelstahl mit Seminaren und Kolloquien an.

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Wie sich nicht rostende Edelstähle umformen lassen, das belegte ein Seminar des T&F – Institute Tools and Forming der TU Graz.
Wie sich nicht rostende Edelstähle umformen lassen, das belegte ein Seminar des T&F – Institute Tools and Forming der TU Graz.
( Bild: Kolleck )

Das zweitägige Seminar „Presshärten, nicht rostender Edelstahl und UHSS“ hatte am ersten Tag vor allem die Thematik des Presshärtens borlegierter Stähle für den Karosseriebau zum Inhalt. Vor etwa 25 Teilnehmern wurde beispielsweise mit Halbzeugen und Erwärmungstechnik, der Anlagentechnik, Werkzeugtechnik und Simulation ein Überblick über die gesamte Prozesskette des Presshärtens gegeben.

Presshärten für Neueinsteiger und erfahrene Warmumformer zugänglich gemacht

Am zweiten Veranstaltungstag standen die unterschiedlichsten Edelstahllegierungen und die damit verbundene Brauchbarkeit für die Umformtechnik im Fokus. In praxisorientierten Modulen wurde ein umfassender Überblick auf relevante Grundlagen und auf die neuesten Erfahrungen und Trends gegeben.

Die Inhalte sprachen an beiden Tagen sowohl Jungingenieure und Neueinsteiger wie auch erfahrene Warmumformer und Edelstahlverarbeiter an. Das Presshärten wurde in erster Linie von Experten der Unternehmen Schuler AG und Schwartz Wärmebehandlungsanlagen behandelt.

PCH-Technik von Schuler erhöht Stahlfestigkeit beim Presshärten deutlich

Aufmerksamkeit erregte dabei insbesondere die Pressentechnik mit der PCH-Technologie von Schuler, die für die Umformtechnik von Karosseriebauteilen eine „revolutionäre Systemlösung“ darstellt. Damit lassen sich hochfeste Sicherheitsbauteile durch Erwärmung, Umformung mit hydraulischen Pressen und schnelles Abkühlen im Werkzeug herstellen. Stähle mit Ausgangsfestigkeiten von etwa 500 bis 700 N/mm erreichen dabei Endfestigkeiten von 1300 bis 1600 N/mm.

Im Edelstahlteil erläuterte Dr. Leonore Staubwasser die unterschiedlichsten Edelstahllegierungen und gab eine detaillierte Einführung in das Umformverhalten nicht rostender Edelstähle. Weitere Trends und Erkenntnisse bezüglich Edelstahl gibt es dann wieder auf dem 3. Edelstahl-Kolloquium vom 21. bis 22. Februar 2013 in Rauenberg.

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