Qualitätsmanagement Unternehmensführung und Qualität im Mittelpunkt der Aachener Qualitätsgespräche

Redakteur: Claudia Otto

Qualität und Unternehmensführung haben bei den 12. Aachener Qualitätsgesprächen im Mittelpunkt gestanden. Die Qualitätsmanagement-Veranstaltung haben das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie (IPT) organisiert.

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Jens Wemhöner, geschäftsführender Gesellschafter der Cerobear GmbH, referierte im Rahmen der 12. Aachener Qualitätsgespräche über „Das Rezept der systematischen Veränderung bei Cerobear“. Bild: WZL
Jens Wemhöner, geschäftsführender Gesellschafter der Cerobear GmbH, referierte im Rahmen der 12. Aachener Qualitätsgespräche über „Das Rezept der systematischen Veränderung bei Cerobear“. Bild: WZL
( Archiv: Vogel Business Media )

Jens Wemhöner, geschäftsführender Gesellschafter der Cerobear GmbH in Herzogenrath, einem Hersteller von Hybrid- und Keramikwälzlagern, stellte „Das Rezept der systematischen Veränderung bei Cerobear“ vor. Die Unternehmensführung stand vor einigen Jahren vor der Herausforderung eine kontinuierliche Verbesserung in der Organisation und Technik zu erreichen.

Dies setzte das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern unter anderem durch die Zusammenarbeit von Gleichgesinnten um. Wemhöner dazu in seinem Vortrag: „Ein Weg, das durch „Betriebsblindheit“ verborgene Verbesserungspotenzial im Unternehmen zu erschließen, ist eine gegenseitige offene Zusammenarbeit und Beratung mit Gleichgesinnten anderer Unternehmen“.

Verbesserung der Qualität durch Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten

Cerobear schließt sich daher seit Jahren mit anderen Rennsportlieferanten zu einer Gruppe zusammen, die durch gegenseitige Betriebsbegehungen versucht, von gut befundenen technischen und Organisationsabläufen zu lernen und mangelhafte Abläufe zu verbessern.

Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verbesserungsprozess sind dabei laut Wemhöner:

  • eine entspannte Wettbewerbssituation zwischen den Beteiligten,
  • ein vergleichbares Produktspektrum, zum Beispiel Teile für Antriebstechnik oder Zerspanung,
  • und die Bereitschaft aller Beteiligten, die Prozesse ohne Geheimnisse offenzulegen.

Die Unternehmen der Gruppe profitieren von einer gegenseitigen „kostenlosen“ Organisations- und Technikberatung. Aus diesem Dauerprojekt entstehen eine Vielzahl von meist kleineren Verbesserungsvorschlägen und -ideen, wie Wemhöner berichtet.

Diese werden durch ein Team, dem Mitarbeiter aller Abteilungen angehören bewertet, somit entstehen keine Akzeptanzprobleme. Das Team setzt die Verbesserungsvorschläge anschließend jeweils in wenigen Wochen um.

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