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VDI fordert bundeseinheitliche Bildungsstrategie gegen Fachkräftemangel

| Redakteur: Udo Schnell

Die deutsche Wirtschaft sucht dringend Ingenieure: Im Jahr 2010 fehlten durchschnittlich 36.000 Fachkräfte. Dies zeigt die aktuelle Studie „Ingenieurarbeitsmarkt 2010/11 – Fachkräfteengpässe trotz Bildungsaufstieg“, die der VDI und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der Hannover-Messe 2011 präsentierten.

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VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs (l.) und IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös präsentierten die Ergebnisse der gemeinsamen Studie „Ingenieurarbeitsmarkt 2010/11“. Fuchs: „Wir wollen nicht, dass jeder Ingenieur wird, aber wir brauchen bei jedem Entscheidungsträger eine grundlegende Technikausbildung.“ Bild: Schnell
VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs (l.) und IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös präsentierten die Ergebnisse der gemeinsamen Studie „Ingenieurarbeitsmarkt 2010/11“. Fuchs: „Wir wollen nicht, dass jeder Ingenieur wird, aber wir brauchen bei jedem Entscheidungsträger eine grundlegende Technikausbildung.“ Bild: Schnell
( Archiv: Vogel Business Media )

„Das Ausmaß wird durch den daraus resultierenden Wertschöpfungsverlust verdeutlicht: 3,3 Mrd. Euro gingen der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr verloren“, erläuterte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr offene Ingenieurstellen. Die Zahl stieg von Januar bis Dezember um mehr als 50% an. Die Arbeitslosenquote im Ingenieurberuf lag hingegen im Durchschnitt bei 2,4% und damit auf Vollbeschäftigungsniveau.

Technische Bildung muss integraler Bestandteil der Schulbildung werden

Zentrale Forderung des VDI zur Bekämpfung dieser Misere ist eine schlüssige bundeseinheitliche Bildungsstrategie. Dieser Strategie dürfe auch der Föderalismus nicht im Wege stehen. Nur durch eine Strategie, in der die technische Bildung integraler Bestandteil unserer Schulbildung sei, würden das Verständnis und die Akzeptanz für Technik größer.

Dies sei für eine Industrienation wie Deutschland dringend notwendig. Fuchs weiter: „Wir wollen nicht, dass jeder Ingenieur wird, aber wir brauchen bei jedem Entscheidungsträger eine grundlegende Technikausbildung.“

Auf eine Besonderheit der Ingenieurausbildung wies IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös hin. „Unsere Studie zeigt, dass drei von vier Ingenieuren in Deutschland akademische Bildungsaufsteiger sind. Das ist ein enorm hoher Anteil.“

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