Maschinenbau VDMA erhöht Produktionsprognose

Redakteur: Stéphane Itasse

Der deutsche Maschinenbau verbreitet Optimismus: „Die VDMA-Volkswirte rechnen 2013 mit einem preisbereinigten Plus für die deutsche Maschinenproduktion von rund 2 %. Für das laufende Jahr 2012 erhöhen wir die Prognose ebenfalls auf plus 2 %“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Dr. Hannes Hesse am Donnerstag in Frankfurt am Main.

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Für die aktuelle Entwicklung im deutschen Maschinenbau verbreitet der VDMA Optimismus.
Für die aktuelle Entwicklung im deutschen Maschinenbau verbreitet der VDMA Optimismus.
(Bild: MAG)

Im Februar war der VDMA noch von einem Nullwachstum ausgegangen. Im ersten Halbjahr 2012 übertraf die Maschinenproduktion indessen ihr Vorjahresniveau um 4 %, wie der Verband mitteilt. „Wir sind im Frühjahr besser als erwartet gestartet. Das zieht das gesamte Jahresergebnis nach oben“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers den erfreulichen Zuwachs.

Maschinenbau ist auch für 2013 optimistisch

Im ersten Quartal expandierte die Maschinenproduktion um gut 8 % (+8,1 %). Im darauf folgenden zweiten Vierteljahr lag sie weitgehend auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Im weiteren Jahresverlauf dürften sich die Orderrückgänge der ersten Jahreshälfte etwas stärker in der Maschinenproduktion bemerkbar machen und das Jahresergebnis auf ein Plus in der Größenordnung von 2 % drücken.

Für das kommende Jahr 2013 rechnen die VDMA-Volkswirte laut Mitteilung mit einem weiteren Wachstum von 2 %. Im ersten Quartal 2013 stellten sie sich auf Minusraten ein, denn die Produktion müsse sich am hohen Vorjahresniveau messen lassen. Mit Auslaufen dieses Effektes und unter der generellen Annahme, dass sich das weltwirtschaftliche Umfeld aufhellt, solle die deutsche Maschinenproduktion wieder ins Plus drehen.

Staatsschulden- und Eurokrise könnte Maschinenbau noch beeinträchtigen

Wesentliche Voraussetzung ist nach Angaben des Maschinenbauverbands eine Deeskalation der Staatsschulden- und Eurokrise. Dadurch dürften die im laufenden Jahr 2012 noch stark dämpfenden Effekte der rückläufigen Nachfrage aus der Eurozone spürbar abnehmen. Ferner werde unterstellt, dass sich die Konjunktur auf wichtigen Auslandsmärkten, insbesondere der VR China, fängt. Geschäftsfördernd sollten sich schließlich die gute Aufstellung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer im internationalen Wettbewerb sowie die sich daraus ergebenden Chancen des Gewinns von Marktanteilen auswirken.

„Uns ist durchaus bewusst, dass diese Prognose einer Zuspitzung der Probleme im Euro-Raum nicht standhält und sie in einem gewissen Widerspruch zur aktuellen Stimmungslage steht“, ergänzte Hesse. „Auch im Maschinen- und Anlagenbau werden nicht alle Fachzweige Produktionszuwächse erwarten können. Das schließt ein Plus für den Maschinenbau in toto aber nicht aus.“

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