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Datenüberwachung VDMA fürchtet Industriespionage aus USA und Großbritannien

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die massiven Spionageaktivitäten durch amerikanische und britische Geheimdienste haben Vermutungen des VDMA bestätigt, dass man auch vor der Bespitzelung befreundeter Staaten nicht sicher sein kann. „Gerade die Fokussierung auf den Süden und Westen von Deutschland, in denen viele unserer „Hidden Champions" sitzen, lässt die Sorge aufkommen, dass auch gezielt Wirtschafts- und Industriespionage betrieben wird", sagt Rainer Glatz, Geschäftsführer der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz.

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Unternehmen müssen mehr für ihre Datensicherheit tun, fordert der VDMA. Der Verband verlangt aber auch Unterstützung von der Bundesregierung.
Unternehmen müssen mehr für ihre Datensicherheit tun, fordert der VDMA. Der Verband verlangt aber auch Unterstützung von der Bundesregierung.
(Bild: VDMA)

Der Verlust von elementarem Know-how um Prozesse, Produkte, Märkte und Kunden bedroht den gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbau, wie der VDMA am Dienstag mitteilt. Neben der existentiellen Bedeutung für jeden Unternehmer sei die deutsche Wirtschaft in Gänze betroffen – der geschätzte Schaden liege laut Bundesamt für Verfassungsschutz bei circa 30 bis 60 Mrd. Euro pro Jahr, Tendenz steigend.

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Industriespionage richtet großen Schaden im Maschinenbau an

Eine VDMA-Umfrage zum Status quo des Produkt- und Know-how-Schutzes, an der Anfang des Jahres knapp 200 Mitgliedsunternehmen teilgenommen hätten, mache deutlich, „dass die vorhandenen Ansätze zum Know-how-Schutz nicht den wachsenden Bedrohungen und Anforderungen entsprechen", wie Glatz erläuterte. „Bereits knapp ein Viertel der befragten Unternehmen schätzt bei Know-how-Diebstahl den Schaden auf mehr als 1 Mio. Euro je Vorfall, knapp die Hälfte der Befragten sehen Know-how-Schutz als überlebenswichtig für Ihr Unternehmen an. Die Bedrohung durch Wirtschaftsspionage wurde mit 32 % noch nicht so hoch bewertet", berichtet Glatz. Wesentlich kritischer seien Bedrohungen durch Ex-Mitarbeiter (74 %) oder direkte Wettbewerber (78 %) eingestuft worden. „Diese Einschätzung dürfte sich vor der aktuellen Diskussion sicherlich massiv verändern", meint Glatz.

Der VDMA weist laut eigener Mitteilung bereits seit mehreren Jahren auf die stetig wachsende Bedrohungen durch Produktpiraterie und Know-how-Abfluss hin und hat schon in 2010 eine VDMA-Arbeitsgemeinschaft zum Produkt- und Know-how-Schutz gegründet. Diese Arbeitsgemeinschaft hat erst kürzlich eine Leitfaden veröffentlicht, in dem anhand eines generischen Modells praxisnahe Lösungen aufgezeigt werden und betroffenen Unternehmen Ansätze für die Entwicklung eigener Schutzmaßnahmen erhalten (Leitfaden hier kostenlos bestellen).

Maschinenbauer fordern Schutz gegen Datenklau von der Bundesregierung

Umfragen bei den Maschinenbauern machen deutlich, dass sich die Unternehmen vom Staat eher verlassen fühlen und soweit als möglich auf „Selbsthilfe" setzten, wie der VDMA weiter berichtet. „Nur 10 % unserer Mitglieder nutzen beispielweise Sicherheitsbehörden und -institutionen wie Verfassungsschutz, BSI oder LKA, um sich zu über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren", berichtet Glatz. „Die aktuelle Diskussion macht allerdings deutlich, dass in Zeiten der globalen Internet- und Informationsgesellschaft nicht nur der Schutz von Bürgern, sondern auch der Unternehmen im globalen Zusammenhang gesehen werden muss. So muss sich die Bundesregierung Klarheit über die Spionageaktivitäten verschaffen und noch stärker als bisher auf international verlässliche Abkommen zum Datenschutz und Schutz von geistigem Eigenum einsetzen", fordert der VDMA. „Aktiv betriebener und staatlich unterstützter Know-how-Schutz dient dem aktiven Schutz des Innovations- und Produktionsstandorts Deutschland."

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