Montage-Assistenzsystem

Verkürzte Einarbeitungszeit mit Augmented Reality

| Redakteur: Beate Christmann

Schritt für Schritt: Bilder und Videos aller Montageschritte werden auf die Arbeitsfläche des intelligenten Montageplatzes projiziert, den Miele gemeinsam mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für industrielle Automation IOSB-INA entwickelt hat.
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Schritt für Schritt: Bilder und Videos aller Montageschritte werden auf die Arbeitsfläche des intelligenten Montageplatzes projiziert, den Miele gemeinsam mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für industrielle Automation IOSB-INA entwickelt hat. (Bild: Fraunhofer IOSB-INA)

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Der Haushaltsgerätehersteller Miele hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für industrielle Automation IOSB-INA einen Montageplatz entwickelt, an dem Mitarbeiter mithilfe von Augmented Reality effektiv angelernt und weitergebildet werden sollen. Der Smart-Assembly-Trainer projiziert Bilder und Videos von allen Montageschritten direkt auf die Arbeitsfläche.

Kundenanforderungen werden immer individueller, Produktionen deswegen immer komplexer. Damit steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter. Der Haushaltsgerätehersteller Miele hat nun gemeinsam mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für industrielle Automation IOSB-INA einen intelligenten Montageplatz entwickelt, der Mitarbeiter und Azubis beim Anlernen und Weiterbilden unterstützen soll. Der Smart-Assembly-Trainer nutzt Augmented Reality (AR) und projiziert Bilder und Videos aller Montageschritte direkt auf die Arbeitsfläche.

Montage effizienter gestalten

Der Smart-Assembly-Trainer wurde in der Smart-Factory OWL, der Entwicklungsfabrik der Hochschule und der Fraunhofer-Gesellschaft in Lemgo, entwickelt. Seit August 2016 beschäftigten sich die Kooperationspartner mit der Frage, wie ungelernte Kräfte einfacher und flexibler mit Montageprozessen vertraut gemacht werden können. Damit verbunden sollten Einarbeitungszeiten verkürzt, handwerkliche Ausbildungsinhalte präzise und intuitiver vermittelt und gleichzeitig mehr Raum für sich ändernde Produkteigenschaften geschaffen werden.

Das Assistenzsystem projiziert mittels eines Beamers Bilder und Videos direkt auf die Arbeitsfläche. Benötigte Bauteile werden Schritt für Schritt und in Echtzeit in den integrierten Fächern angezeigt. Bedient wird die interaktive Schulung über einen Touchscreen oder mittels Gesten direkt auf dem Tisch – eine Tiefenkamera über dem Montageplatz soll dies möglich machen. Dabei soll das System ohne Kabel, Akkus, AR-Brille oder gar Helm auskommen und der Mensch sich bei der Arbeit frei bewegen können.

Anpassung an andere Produktmontagen möglich

Der Mitarbeiter soll mit dem Smart-Assembly-Trainer jeden Montageschritt zu jeder Zeit mitverfolgen und erlernen können. Darüber hinaus soll das System so flexibel angelegt sein, dass die Bauteilpalette ohne großen Aufwand umgestellt werden kann, so dass verschiedene Produkte montiert werden können. Optische Lernhilfen können sukzessive zu- oder abgeschaltet werden, um dem Montageprozess nach der Anlernphase ohne Unterstützung zu ermöglichen.

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