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Stahl Verschleißfeste Stähle reduzieren das Eigengewicht und sparen dabei Kosten

| Autor / Redakteur: Kay-Uwe Müller / Dietmar Kuhn

Fahrzeuge für die Baubranche sind in der Praxis besonders harten Anforderungen ausgesetzt und müssen deshalb entsprechend stabil und verschleißfest gebaut sein. Gleichzeitig sind die Hersteller bestrebt, die Konstruktionen möglichst leicht auszuführen, um maximale Zuladungen und eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauches zu ermöglichen. Neue Stahlsorten machen dies möglich.

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Hochfeste Stähle reduzieren das Eigengewicht von Transportmitteln für die Bau- und Entsorgungsbranche. Damit werden höhere Zuladungen, geringere Betriebskosten sowie auch ein geringerer Verschleiß möglich. (Bild: Ruukki)
Hochfeste Stähle reduzieren das Eigengewicht von Transportmitteln für die Bau- und Entsorgungsbranche. Damit werden höhere Zuladungen, geringere Betriebskosten sowie auch ein geringerer Verschleiß möglich. (Bild: Ruukki)

Gespart werden muss allemal und überall. Deshalb befassen sich beispielsweise Fahrzeughersteller schon seit Jahren mit dem Leichtbau. Und was für die Hersteller von Pkw gültig ist, das versucht auch die Nutzfahrzeugindustrie.

Hoch- und verschleißfeste Stähle bieten mehr Stabilität

Deshalb setzen dort die Hersteller verstärkt auf den Einsatz von hoch- und verschleißfesten Stählen mit einer im Vergleich zu üblichen Baustählen höheren Stabilität bei gleichzeitig geringerem Eigengewicht. So verwendet einer der führenden Hersteller von Kippfahrzeugen, Abroll- und Absetzkippern hoch- und verschleißfeste Stähle des finnischen Produzenten Ruukki für die Seitenwände und den Boden einer neuen Kipper-Generation.

Die neue Generation der Sattelkipper von Meiller bringt leer eine halbe Tonne weniger als ihre Vorgängertypen auf die Waage, in der Welt der Schüttguttransporte schon eine kleine Sensation. Damit das reduzierte Eigengewicht nicht zu Lasten der typischen Meiller-Stärken – Robustheit, Zuverlässigkeit und Verschleißfestigkeit – geht, kommen sowohl im Chassis als auch in der Kippmulde hochfeste Stähle von Ruukki zum Einsatz.

Das Fahrgestell verfügt über Materialstärke nur dort, wo sie gebraucht wird – konstruiert nach dem FEM-Verfahren. So werden rund 220 kg gespart. In der Mulde selbst finden – überlappend geschweißt – verschleißfeste Wand- und Bodenbleche mit Wandstärken von 3 bis 5 mm Verwendung.

Die verschleißfesten Stähle lassen sich auch gut weiterverarbeiten

Doch die Anforderungen an solche Stähle sind ziemlich hoch. Trotz der wesentlich verbesserten Stabilität und Verschleißfestigkeit sollen sie sich problemlos verarbeiten lassen. Schneiden, Abkanten, Biegen und Schweißen müssen wie bei herkömmlichen Stählen möglich sein. Bekannt ist, dass bei Kippern Stahlbleche bis über 8 m Länge zum Einsatz kommen.

Die Verarbeitung erfordert ein entsprechendes Know-how. Damit alles reibungslos funktioniert, arbeitet Meiller bei der Entwicklung neuer Produkte bereits frühzeitig auch mit seinem Stahllieferanten Ruukki zusammen, um dessen werkstoffspezifisches Wissen direkt in die Konstruktion einfließen lassen zu können.

Spezielle Stähle erfüllen den Qualitätsanspruch

Bei Meiller finden im Bau moderner, leichter und leistungsfähiger Sattelkipper vor allem die Ruukki-Stahlsorten Raex 400 und 450 Verwendung (die Zahl gibt die nominale Härte nach Brinell an). „Sie lassen sich sehr gut verarbeiten, sind dabei extrem verschleißfest, sehr stabil und erfüllen unsere hohen Qualitätsstandards“, berichtet Uwe Meißner, Leiter Technik und Produktion bei Meiller, und ergänzt: „Wir haben uns auch deshalb für Ruukki entschieden, weil dieses Unternehmen uns das vielfältigste Sortiment an Abmessungen und Materialdicken liefern kann.“ Als vorteilhaft erwies sich auch das sehr gut funktionierende Logistikkonzept des Stahlherstellers, mit dem schnell und individuell auf Kundenwünsche reagiert werden kann.

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