Bearbeitungszentrum Vierspindeliges Bearbeitungszentrum bringt Aluminium, Stahl und Gussstahl in Form

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der MFZ 4-4W zeigt Samag eine horizontal arbeitende Maschine, die mit ihren vier Spindeln und einer besonders steifen Konstruktion, nicht nur Aluminium sondern auch härteren Werkstücken das gewünschte Profil geben kann.

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Bild 1: Das vierspindelige horizontale Bearbeitungszentrum MFZ 4-4W von Samag bietet präzise Performance mit minimalen Nebenzeiten.
Bild 1: Das vierspindelige horizontale Bearbeitungszentrum MFZ 4-4W von Samag bietet präzise Performance mit minimalen Nebenzeiten.
(Bild: Samag)

Das Herzstück des Vierspindlers sei eine dreiachsig angelegte Einheit im einteiligen Spindelkasten: Dieser ist auf einem stabilen Y-Konsolrahmen mit flachem Kreuzschlitten (X-Schlitten) hängend montiert. Die vier im Kasten befindlichen Motorspindeln werden zusätzlich mit Wasser gekühlt, wie der Hersteller berichtet.

Bearbeitungszentrum ist steif und präzise durch Gantry-Antriebe

Die hohe Steifigkeit und Genauigkeit der MFZ 4-4W werde durch den Gantryantrieb der vertikalen Y-Achse und der horizontalen Z–Achse garantiert. Eine verschachtelte Führungsstruktur mit kurz ausgelegten Führungsabständen gewährleistet einen optimalen Kraftfluss in die gesamte Konstruktion, wie es heißt.

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Die Verfahrwege des neuen Bearbeitungszentrums betragen in X-Richtung 225 mm, in Y-Richtung 500 mm und entlang der Z-Achse 450 mm. Dabei erreichen die X- und Y-Achse einen Beschleunigungswert von 0,8 g und die Z-Achse 1 g bei einer Eilganggeschwindigkeit von 60 m/min. Der Spindelabstand beträgt 3 × 225 mm. Die vier Spindeln leisten jeweils 20 kW und im S1-Betrieb kann ein Drehmoment von 72 Nm aufgebaut werden. Der Drehzahlbereich ist laut Angaben stufenlos von 50 bis 15.000 min-1 regelbar. Pro Spindel stehen 20 Magazinplätze für HSK-A63-Werkzeuge zur Verfügung.

Gut gedämpftes System leitet Prozesswärme ab

Das Maschinenbett einer MFZ 4-4W ist mit Hydropol gefüllt und leitet optimal die Wärme ab. Außerdem dämpft das Material sehr gut gegen Schwingungen, was speziell bei der Stahl- und Gussbearbeitung erforderlich ist, wie der Hersteller betont. Bei den MFZ-Modellen sorgten viele modulare Baugruppen durch niedrige Ersatzteilvarianten für kurze Lieferzeiten.

Die Werkstückträgereinheit besteht aus einer 180 °-Schwenkachse für das hauptzeitparallele Beladen und Bearbeiten. Zwei horizontale 360 °-Achsen nehmen die Werkstücke auf. Optional ist das Bearbeitungszentrum auch mit B-Achsen ausrüstbar. Für die Spannvorrichtungen und ihre Überwachung stünden außerdem 10 Hydraulik- und Pneumatikkanäle bereit. Die Positionierung erfolgt über ein direktes Messsystem direkt auf der Schwenkachse, lauten die Informationen. In den Linearachsen erfolge die Positionserkennung über eigene absolute Messsysteme. Der hohe Ausrüstungsgrad, den die MFZ 4-4W bereits in der Standardausführung biete, erlaube eine exakte Investitionsplanung ohne versteckte Kosten. Ein Flexibles Samag-Wechselsystem garantiert wie es heißt, den Vorrichtungswechselzeiten

in unter 20 min.

Simulationsmöglichkeit vermeidet Beschädigungen im Vorfeld

Das Programm besteht aus zwei Baureihen – der MFZ4 und der MFZ6 – jeweils in zwei-, drei- oder vierspindliger Ausführung. Die Anlagen zeichneten sich sämtlich durch ergonomische Bedienung und minimale Stückkosten sowie durch hauptzeitparalleles Beladen und Bearbeiten aus.

Im Vorfeld kann eine virtuelle Simulation der Bearbeitungsfolge über das optimale Zusammenspiel von Maschine, Werkzeug und Vorrichtung auskunft geben, was unentdeckte Störungen und Gefahrenpotenziale im praktischen Bearbeitungsprozess aufdecket, betonen die Samag-Fachleute.

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