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Virtual Reality

Virtuell lernen – an der realen Maschine umsetzen

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Das WZMU der TU Chemnitz setzt die VR-Technologie aber auch in der Ausbildung ein: So lernen Studenten beispielsweise die Funktionsprinzipien komplexer Werkzeugmaschinen einfacher kennen.

Virtual-Reality-Anwendungen noch sehr teuer

Doch was sind die technischen Voraussetzungen, um überhaupt eine virtuelle Umgebung zu schaffen? Um den Maschinenbediener einzulernen, sind zur Visualisierung Projektionsleinwände, Projektoren und Steuerrechner erforderlich. Für die Interaktion mit dem VR-Modell ist zudem ein Trackingsystem nötig, über das die Position des Bedieners erfasst wird. Mithilfe einer speziellen VR-Software lassen sich die 3D-Modelle visualisieren, in denen der Bediener schließlich über ein entsprechendes Eingabegerät navigiert.

Angesichts dieses Aufwands ist schnell ersichtlich, dass VR-basierte Anwendungen noch sehr teuer und mit einem hohen Aufwand verbunden sind. Um solche Anwendungen zu erzeugen, sind außerdem Spezialisten nötig – auch wenn sich bereits Forschungsprojekte mit Strategien befassen, die aus CAD-Daten automatisch solche Modelle erzeugen.

Schulungszeit kann verkürzt werden

Dennoch überwiegt in den meisten Fällen der Nutzen solcher Anwendungen. So kann beispielsweise Personal an Maschinen geschult werden, von denen es noch nicht einmal einen realen Prototypen gibt. Steht die Maschine schon beim Kunden und ist in den Fertigungsprozess eingebunden, lassen sich mit Virtual Reality trotzdem Schulungen durchführen. Außerdem sind Veränderungen des VR-Modells einer Maschine mit neuen Komponeten oder Weiterentwicklungen zu einer neuen Maschinengeneration mit wesentlich weniger Aufwand verbunden als in der Realität.

Ein großer Vorteil ist natürlich, dass es reale Crashs, Werkzeugverschleiß oder Materialverbrauch in der virtuellen Umgebung nicht gibt. Somit kann die Schulungzeit an der realen Maschine verkürzt werden, was wiederum Kosten einspart.

Besonders in der Produktionstechnik gewinnt Virtual Reality an Bedeutung. Auch in der Produktionsvorbereitung und in der Simulation wird diese Technik bereits eingesetzt.

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