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12. Ulmer Gespräche

| Redakteur: Claudia Otto

Unternehmen sollten die Volatilität der Märkte und ihre dynamische Entwicklung mit einem hochflexiblen Produktionsnetzwerk bestmöglich nutzen. Das empfahl Ingenics-Vorstand Oliver Herkommer in seinem Vortrags anlässlich der 12. Ulmer Gespräche, bei denen sich alles um international ausgerichteten Produktions-, Vertriebs- und Ressourcennetzwerke drehte.

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Oliver Herkommer, Vorstand Ingenics AG: "Die komplexen Netzwerke effizient zu managen, wird einer der großen Erfolgsfaktoren in der Zukunft sein."
Oliver Herkommer, Vorstand Ingenics AG: "Die komplexen Netzwerke effizient zu managen, wird einer der großen Erfolgsfaktoren in der Zukunft sein."
(Bild: Otto)

Die Globalisierung verändert nicht nur Konzerne, sondern auch die typischen deutschen Mittelständler. Um die Zukunftsgestaltung in Unternehmen drehten sich daher die 12. Ulmer Gespräche, welche die Unternehmensberatung Ingenics alljährlich ausrichtet. Die weltweite Verfügbarkeit von Wissen, die wachsende Bedeutung der Effektivität und neue Ansätze zur Umgestaltung der Wertschöpfung fordern neue wirtschaftliche und technische Konzepte.

Vor diesem Hintergrund analysierte Ingenics-Vorstand Oliver Herkommer in seinem Vortrag „Thinking global – Reaktionen auf den Wandel der globalen Märkte“ die international ausgerichteten Produktions-, Vertriebs- und Ressourcennetzwerke.

Jedes Unternehmen braucht seine idealtypische Struktur

Die Schlüsselfrage lautete: Wie wird ein Produktionsnetzwerk entwickelt und was sind die Erfolgsfaktoren? Herkommer teilte die Entwicklung in folgende vier Stufen ein, die den Weg zum idealen Produktionsnetzwerk beschreiben. Erstens, die strategische Zielsetzung bei der man sich einen Überblick über das aktuelle Produktionsnetzwerk und die Märkte verschafft.

Im nächsten Schritt ginge es darum, sein Produkt- und Prozessportfolio zu segmentieren, dabei Potenziale und Verbundvorteile bestehender Standorte zu nutzen und eine standortgerechte Fertigungstechnik umzusetzen. Der dritte Schritt liege in der Optimierung anhand eines integrierten Prozessmodells, welches aus drei Stufen besteht und eine Zielstruktur vorgibt.

Dabei hob Herkommer hervor: „Jedes Unternehmen muss für sich die idealtypische Struktur entwickeln.“ Der finale Schritt bestehe in der Umsetzungs- und Betriebsphase, welche die Standortwahl und den Standortaufbau sowie die Auswahl und den Aufbau der Lieferanten darstellt.

Kooperationen mit substituierenden Unternehmen als Erfolgsfaktor

Der Ingenics Vorstand empfahl Unternehmen, die Volatilität der Märkte und ihre dynamische Entwicklung mit einem hochflexiblen Produktionsnetzwerk bestmöglich zu nutzen. Die Globalisierung werde weiter fortschreiten und daher führe auch für kleine und mittlere Unternehmen kein Weg an der Internationalisierung vorbei. „Die komplexen Netzwerke effizient zu managen, wird einer der großen Erfolgsfaktoren in der Zukunft sein“, betonte Herkommer.

Er riet dazu, völlig neue Wege einzuschlagen, wie zum Beispiel Kooperationen mit substituierenden Unternehmen einzugehen, um gemeinsam Aufwand und Risiko beherrschbar zu machen. Langfristig riet er, in Szenarien zu denken, denn durch die zahlreichen Einsatzfaktoren und Bewertungskriterien sei keine einfache Berechnung möglich.

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