Suchen

Eutect Vollautomatisiert löten

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Eutect hat eine Roboterlötautomation entwickelt, die auch bei kleineren Stückzahlen eine vollautomatische Fertigung erlaubt. Nach Unternehmensangaben wurde dabei auf einen leichten und effizienten Transport der Werkstücke Wert gelegt.

Firma zum Thema

Die Roboterlötautomationen von Eutect ermöglicht auch bei kleineren Stückzahlen eine vollautomatische Fertigung.
Die Roboterlötautomationen von Eutect ermöglicht auch bei kleineren Stückzahlen eine vollautomatische Fertigung.
(Bild: Eutect)

Seit mehr als 20 Jahren befasst sich die schwäbische Eutect GmbH mit dem Löten von elektronischen Baugruppen. Von Beginn an standen dabei nach Unternehmensangaben nicht Standardlösungen im Vordergrund, sondern Lösungskonzepte, die das Löten von komplexesten Baugruppen in kürzester Zeit erlauben.

„Wir verkaufen eine Vielzahl von Zellen mit dem kopfüber-integrierten Achsenroboter. Gerade unsere Kunden, die unterschiedliche Prozessschritte in der Zelle vereinigen möchten, schätzen das platzsparende Transportieren der Werkstückträger durch den oben montierten Roboterarm“, freut sich Matthias Fehrenbach, der Teil der Geschäftsführung von Eutect ist.

Doch die Integration des 6-Achsen-Roboters war nur ein Schritt hin zu einer cleveren Lötautomationslösung. „Wir mussten uns ein Lösung für den Transport der Baugruppen vor und nach den Lötprozessen überlegen“, erinnert sich Fehrenbach, denn in herkömmlichen Produktionen werden häufig komplette Werkstückträger (WT) mit allen Funktionen und dem zu bearbeitenden Produkt durch die Anlagen gefördert.

Eigene Werkstückträger entwickelt

Aufgrund des Gewichts und der Abmessung sind solche Werkstückträger gerade für die 6-Achsen-Roboter schwer zu bewegen. „Oftmals übersteigen diese WTs das Gewicht von 6 kg und sind somit schlichtweg zu schwer für unsere Anlagen. Aus diesem Grund haben wir eine eigene WT-Generation entwickelt“, erklärt Fehrenbach. Die Eutect-Werkstückträgerkombination ermöglicht durch einen aufsetzbaren und produktspezifischen Satellitenträger, diese mit einem Roboter und/oder einer Handlings-Kinematik direkt vom Band zu greifen, wie das Unternehmen mitteilt. Anschließend werden die Satellitenträger einfach zu den einzelnen Prozessen transportiert. Der Satellitenträger ist frei von jeglichen Funktionen und dient nur dazu, die Baugruppe innerhalb der Lötanlage zu bewegen, heißt es weiter. Nach Abschluss des Prozesses wird der Träger wieder auf dem herkömmlichen WT, der vor der Lötanlage wartet, abgesetzt.

Aufgrund der geforderten Material- und Energieeffizienz werden die Satellitenträger immer im Leichtbau gefertigt. Dies erlaubt es auch, kleinere Roboter mit geringerer Traglast zu integrieren, wodurch weitere Kosten eingespart werden können, heißt es weiter. Die Satellitenträger können mit einem geringeren Aufwand beschafft und bei Produkt- oder Variantenwechsel leicht und schnell umgerüstet werden. Dadurch kann auf einen kompletten Werkstückträger sowie Puffer- oder WT-Speicher für jede Produktvariante verzichtet werden, wie das Unternehmen mitteilt.

(ID:44428120)