Sybille Hinz Metallverarbeitung Vom Heizungsbauer zum Fachbetrieb für Metallverarbeitung

Redakteur: Annedore Munde

Wenn ein Unternehmen als Heizungsbauer startet, die Heizungen dann selbst baut und schließlich ein breites Portfolio an Metallverarbeitungsleistungen ergänzt, steht natürlich die richtige Technik im Hintergrund. Ausschlaggebend für den Erfolg sind jedoch auch die Entscheider und genauso oft die Entscheiderinnen.

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Seit 1997 leitet Firmenchefin Sybille Hinz die Geschicke des Unternehmens. Für neue Ideen ist sie genauso zu haben wie für überzeugende Technik. Bild: Sybille Hinz Metallverarbeitung
Seit 1997 leitet Firmenchefin Sybille Hinz die Geschicke des Unternehmens. Für neue Ideen ist sie genauso zu haben wie für überzeugende Technik. Bild: Sybille Hinz Metallverarbeitung
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf 50 Jahre Firmengeschichte blickt die Sybille Hinz OHG Metallverarbeitung zurück. Der Familienbetrieb startete als Heizungsbauer. Heute sind die Kompetenzen des Unternehmens in drei Bereiche unterteilt: Wasserstrahlschneiden, Metallverarbeitung und Sonderkonstruktionen. Dabei reicht das Angebot von Balkongeländern und Außentreppen in verschiedenen Ausführungen bis hin zu einem Wasserstrahlschneidservice. Eigens für den letzten Bereich investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr in moderne Wasserstrahlschneidtechnik.

Wasserstrahl schneidet alle Materialien

Ob Stahl, Aluminium und Edelstahl sowie sämtliche nicht laserfreundlichen Materialien wie Naturstein, Glas, Keramik oder harte Kunststoffe – mit dem Wasserstrahl fertigen die Metaller aus Bebra Lohnzuschnitte nach Wunsch. Einzelteil- oder Serienfertigung stellt für die Hinz Metallverarbeitung genauso wenig ein Problem dar wie die Verarbeitung vorhandener CAD-Daten oder die Erstellung entsprechender Vorlagen.

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Die maximale Werkstückdicke, die dabei verarbeitet werden kann, beträgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Material bis zu 200 mm. Der Schnittbereich umfasst dabei Werkstücke mit einer Größe von 6000 mm × 3000 mm. Mitunter nimmt das Unternehmen auch eher ungewöhnliche Aufträge entgegen, wie das Einarbeiten von Motiven in Fliesen oder die Fertigung von Babyschildern aus Metall für Geburtsanzeigen.

Nicht ganz gewöhnlich ist auch die Unternehmensentwicklung. Gegründet im Jahr 1959, firmierte das Unternehmen erstmals 1959 unter dem Namen Hermann Horn Heizungsbau. Der Firmensitz Bosserode wurde in der Region schnell bekannt. Im Jahr 1962 gehörten bereits 12 Mitarbeiter zur Stammbesetzung des Heizungsbauers und metallverarbeitenden Betriebes.

Von Anfang an „mitgemischt“ hat damals ein junges Mädchen – die heutige Firmenchefin Sybille Hinz. Als Tochter des Firmengründers interessierte sie sich von Beginn an für das Geschäft des Vaters. „In den Osterferien 1959 habe ich als ‚Stift‘ im Alter von 13 Jahren mit einem Altgesell erstmals geholfen, bei einem Tierarzt eine Heizung zu montieren“, erzählt sie heute.

Mädchen und Technik

Als sie nach dem Hauptschulabschluss im elterlichen Betrieb eine Lehre als Heizungsbauer startete, musste sie zur Berufsschule nach Kassel fahren. Hier war sie das einzige Mädchen. Zusätzliches technisches Rüstzeug holte sie sich später an der Technikerschule in Karlsruhe und beim Ingenieurstudium am Oskar-von-Miller-Polytechnikum in München.

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